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Prozess gegen zwei Belgier in Traunstein

Mutmaßliche Drogenkuriere vor Gericht: So professionell war die Kokainmischung im Pkw versteckt

Schleierfahnder hatten das Auto bei Bad Feilnbach einer Kontrolle unterzogen und dabei die versteckten Drogen entdeckt.
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Schleierfahnder hatten das Auto bei Bad Feilnbach einer Kontrolle unterzogen und dabei die versteckten Drogen entdeckt.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Zwei Belgier müssen sich jetzt in Traunstein vor dem Landgericht verantworten, nachdem Schleierfahnder im Dezember 2021 sechs Kilogramm Kokaingemisch in deren – als gestohlen gemeldetem – Auto entdeckt hatten. Dabei war das Versteck nicht leicht auszumachen, wie am ersten Prozesstag deutlich wurde.

Traunstein/Bad Feilnbach – Knapp drei Monate nach dem Diebstahl eines Wagens in Frankreich wurden zwei Belgier mit sechs Kilogramm Kokaingemisch an Bord des Pkw Peugeot 3008, wahrscheinlich aus den Niederlanden kommend, von Rosenheimer Schleierfahndern bei Bad Feilnbach aus dem Verkehr gezogen. Jetzt hat der Prozess gegen die angeblichen Drogenkuriere vor der Ersten Strafkammer mit Vorsitzender Richterin Heike Will am Landgericht Traunstein gestartet.

Gemäß Anklage der Staatsanwaltschaft Traunstein reisten die beiden Belgier, 31 und 33 Jahre alt, am 21. Dezember 2021 über einen unbekannten Grenzübergang in das Bundesgebiet ein und fuhren weiter auf der Autobahn A 52 oder A 61 Richtung Bayern. Zu der Zeit waren die Betäubungsmittel – sechs Pakete mit jeweils circa einem Kilo Kokaingemisch – bereits in einem professionellen Versteck unterhalb der Mittelkonsole verstaut. Das Besondere daran war: Der Hohlraum ließ sich nur mittels eines Magnetknopfes öffnen.

Weiteres Versteck war leer

Gegen 19.30 Uhr am 21. Dezember 2021 beendeten Schleierfahnder die Schmuggelfahrt über die Autobahn A 8 München-Salzburg. Auf dem Parkplatz Eulenauer Filz nahe Bad Feilnbach stießen die Polizeibeamten auf das Versteck in der Mittelkonsole samt Inhalt. Später auf der Dienststelle wurde ein weiteres Profi-Versteck unterhalb des Kofferraums entdeckt. Es war jedoch leer.

Der Fahrer und sein Begleiter wanderten damals in Untersuchungshaft, wo sie seither auf ihre Hauptverhandlung warten mussten. Der 31-Jährige gab in Vernehmungen an, er hätte einen Kurierlohn von 3000 Euro für die Fahrt bekommen sollen. 1200 Euro davon habe er schon erhalten gehabt.

Wie die Ermittlungen zeigten, war der Pkw Peugeot 3008 Ende September 2021 in Frankreich von Unbekannten entwendet worden. Wer anschließend die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) manipuliert hatte, war nicht zu klären. Nach einer ersten Zulassung in Belgien am 18. November 2021 auf einen „Nathan Pindeville“ war nachweisbar Ende November in Belgien die Zulassung auf den jetzigen 31-jährigen Angeklagten erfolgt.

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