Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Mit der U-Bahn quer durch Europa

Stefan Frankenberger präsentiert sein Projekt „Metropa“ beim Kulturklub Rosenheim.
+
Stefan Frankenberger präsentiert sein Projekt „Metropa“ beim Kulturklub Rosenheim.

Rosenheim – Europa in einem Zug: Was die U-Bahn für große Metropolen leistet, hat der Künstler Stefan Frankenberger in anderen Dimensionen gedacht – Metropa, ein transnationales Schnellbahnnetz, das europäische Metropolen untereinander und darüber hinaus verbindet.

Sein Kunstprojekt hat der gebürtige Rosenheimer, der heute in Wien lebt, beim Kulturklub Rosenheim in den Lokhöfen am Hauptbahnhof vorgestellt. Als eine der Veranstaltungen des Kulturprojekts „Last Minute“.

Mobilität alsMenschenrecht

Dabei ist Frankenbergers Idee so neu nicht. Denn irgendwie kommt einem der Trans-Europ-Express in den Sinn. Jenen Vorläufer der Eurocity, der bis in die 80er verkehrte und dem die Düsseldorfer Elektro-Band Kraftwerk ein ganzes Album widmete und für dessen Wiederaufleben gerade eine Konzeptstudie in Arbeit ist.

Seinem Projekt „Metropa“ widmet sich der Künstler und Musiker Stefan Frankenberger seit Mitte vergangenen Jahres, die Idee sei indes bereits vor elf Jahren entstanden. Die Vorstellung einer transnationalen Vernetzung auf der Schiene. Eine Utopie, wie Frankenberger eingesteht und doch etwas, das machbar scheint, wenn man nur will. Die schnellen Verbindungen zwischen Europas Metropolen, getaktet wie der Nahverkehr. Einsteigen in Land A, aussteigen im Land B.

„Es ist ein Ideal, eine Utopie“, sagt Frankenberger über seine Idee, die er in Form eines Netzplanes visualisiert hat. Ausdrücken will er mit dieser Utopie auch, dass Mobilität ein Menschenrecht ist. Schließlich seien Menschen keine Bäume, seien nicht angewurzelt.

Ob das Projekt je verwirklicht werden kann oder eine Utopie bleiben muss, hängt letztlich auch davon ab, wer bereit ist, das Geld für die Umsetzung aufzubringen: Frankenberger hat sich ausrechnen lassen, wie viel sein insgesamt 46 000 Kilometer langes Streckennetz kosten würde. 2,3 Billionen Euro wären zu berappen, um seine Vision ins Hier und Jetzt zu überführen. Um ein fast grenzenloses Menschenrecht auf Mobilität zu ermöglichen.

Mehr zum Thema

Kommentare