Mehr Unfälle - aber deutlich weniger Tote in der Region

Auch wenn die Todesfahrt auf der A93 (siehe oben) gestern die Vorstellung der neuen Unfallzahlen überschattete, die Bilanz für 2010 ist ebenso deutlich wie erfreulich.

Rosenheim/Landkreis - Auf den Straßen in Stadt und Landkreis Rosenheim ist die Zahl der Unfalltoten im Vorjahr nämlich um fast ein Drittel von 19 auf 13 zurückgegangen. Das geht aus der neuen Statistik des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hervor, das neben Stadt und Landkreis Rosenheim die Kreise Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen umfasst.

Damit liegen Stadt und Landkreis Rosenheim sowie der Kreis Traunstein, in dem die Zahl der Todesopfer sogar um 50 Prozent von 20 auf 10 sank (siehe Übersicht unten), im Oberbayern-Trend. Auf den rund 15 000 Straßenkilometern im Bereich des Präsidiums Süd stieg die Unfallzahl zwar leicht um 3,8 Prozent von 32 478 auf 33 715 an, die Unfälle mit Personenschaden gingen aber leicht auf 5809 (2009: 5853) zurück - ebenso wie die Zahl der Verletzten um 0,7 Prozent auf 7781 (7839) sank. Bei den Verkehrstoten nahm die Opferzahl sogar deutlich von 113 auf 93 (minus 17,7 Prozent) ab. Wenn auch die "Geschwindigkeitsunfälle" mit 3312 (3047) anteilsmäßig nicht an erster Stelle liegen, werden hier die meisten Personen verletzt oder getötet. Die Brisanz dieser Unfälle macht die Zahl der Todesopfer deutlich, die im Präsidialbereich mit 27 gegenüber dem Vorjahr (40) zwar deutlich zurückgegangen ist, jedoch noch immer mehr als ein Viertel (29 Prozent) der Gesamtzahl ausmacht. Die "nicht angepasste Geschwindigkeit" als Ursache dieser Unfälle hat in vielen Fällen nichts mit dem zulässigen Höchst-Tempo zu tun. "100 km/h auf einer Bundesstraße, die bei freier Sicht und trockenem Belag unproblematisch sind, werden bei schlechter Sicht und Nieselregen schnell kritisch", so ein Polizeisprecher. ls

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