Maskenpflicht in der Fußgängerzone: Ab heute wird kontrolliert

In den Fußgängerzonen
               der Stadt Rosenheim (orange) gilt nun die Maskenpflicht.KLinger
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In den Fußgängerzonen der Stadt Rosenheim (orange) gilt nun die Maskenpflicht.KLinger

Rosenheim – Seit gestern gilt sie: die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen der Stadt Rosenheim.

Erste Kontrollen sind bereits angelaufen. Wobei es gestern noch bei mahnenden Worten blieb. Doch das soll sich ändern. Ist erst einmal die offizielle Beschilderung angebracht, kann es für „Masken-Muffel“ teuer werden: 150 Euro Bußgeld sind dann fällig. Das erklärte die Stadt Rosenheim auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Verfügung gilt vorerst bis 1. November

Vergangene Woche hatte Ministerpräsident Markus Söder die Marschrichtung für Regionen über einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 vorgegeben und unter anderem eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen angekündigt. Nun sind die Behörden vor Ort dem nachgekommen. Rosenheim hat dazu zum 21. Oktober, wie berichtet, eine Allgemeinverfügung erlassen, die vorerst bis 1. November gelten soll.

Ein zentraler Punkt: die Maskenpflicht in allen Fußgängerzonen der Stadt. Das bedeutet: nicht nur am Max-Josefs-Platz, sondern auch in seinen Seitenarmen bis zur Stoll- und Nikolai straße; sowie am Ludwigsplatz und am Salzstadel.

Einzige Ausnahme: der Salinplatz, obwohl als Fußgängerzone ausgewiesen. Denn: Er befindet sich in Privatbesitz. „Über Privatflächen können wir keine Maskenpflicht veranlassen“, erklärt dazu Donat Steindlmüller, Sachgebietsleiter im Ordnungsamt, auf Anfrage.

Bereits seit Ende April gilt bayernweit die Maskenpflicht in Bahnhöfen wie auch an den Busbahnhöfen (in Verbindung mit dem ÖPNV), und somit auch an der Haltestelle Stollstraße, wo sich zu Stoßzeiten die Schülermassen drängen.

Im Blick hat die Stadt zudem die Kinderspielplätze, wie Steindlmüller verrät. „Das behalten wir uns vor.“

Mit Erlass der Maskenpflicht in der Fußgängerzone läuft nun auch die Umsetzung auf Hochtouren. Heute, Donnerstag, spätestens morgen, Freitag, und damit pünktlich vor dem „Mantelsonntag“ am 25. Oktober soll die Beschilderung angebracht werden. „Erst einmal ein Provisorium“, sagt Steindlmüller. „Hoffen wir mal, dass wir sie nicht lange brauchen.“

Dann sollen auch die Kontrollen anlaufen – durch Polizei, Sicherheitswacht und den städtischen Ordnungsdienst. Und dann kann es durchaus teuer werden: 150 Euro werden laut Steindl müller bei einem Verstoß fällig.

Ordnungsamt stellt die Bescheide aus

Die Abwicklung dieser Ordnungswidrigkeiten bleibt dann dem Ordnungsamt vorbehalten, das die Bescheide erstellen und die Vollstreckung einleiten muss. „Damit werden zu den vielen hundert Bescheiden, die wir bereits ausgestellt haben, sicherlich einige hinzukommen“, ist sich Steindlmüller sicher.

Mit dem Schlimmsten rechnet der Sachgebietsleiter dennoch nicht: „Ich glaube, dass 90 bis 95 Prozent vernünftig sind und sich an die Regeln halten werden.“ Rosi Gantner

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