Großbrand in Stephanskirchen - Sachschaden beträgt rund 500000 Euro - Ursache unklar

Maschinenhalle völlig ausgebrannt

Lichterloh brannte die Halle in der Nacht, das wahre Ausmaß wurde dann am nächsten Morgen sichtbar. Foto reisner
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Lichterloh brannte die Halle in der Nacht, das wahre Ausmaß wurde dann am nächsten Morgen sichtbar. Foto reisner

Stephanskirchen - Eine landwirtschaftliche Maschinenhalle ist am Freitagmorgen in der Nähe von Stephanskirchen völlig ausgebrannt. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden, allerdings ist der Sachschaden enorm.

Gegen 4.15 Uhr ging der Notruf bei der Integrierten Rettungsleitstelle ein. Die Feuerwehren aus Stephanskirchen, Rosenheim, Schloßberg, Prutting, Riedering, Pietzing, Thansau, Leonhardspfunzen und Zaisering rückten daraufhin zur Brandbekämpfung aus. Der Unglücksort lag im Weiler Kronstauden, der ziemlich genau zwischen Waldering und Prutting im Stephanskirchener Ortsteil Fussen liegt.

Die Einsatzkräfte brachten das Feuer zwar unter Kontrolle, konnten jedoch das Gebäude samt Inhalt nicht mehr retten. Glück im Unglück: Die erst zwei Jahre alte, freistehende Maschinenhalle befand sich gut 100 Meter von den übrigen Gebäuden der Hofanlage entfernt. Dadurch wurden weder das Wohnhaus noch der Stall in Mitleidenschaft gezogen.

In der Halle waren rund 600 Heuballen und zahlreiche landwirtschaftliche Maschinen gelagert. Auf dem Dach war eine Fotovoltaikanlage montiert. Der von dem Feuer verursachte Gesamtschaden ist dementsprechend hoch, die Polizei schätzt ihn auf zirka 500000 Euro.

Zur Brandursache konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. "Wir ermitteln in alle Richtungen", erklärte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier. Demnach gehe die Kripo vier verschiedenen Möglichkeiten nach: Erstens könne das Feuer eine technische Ursache haben, beispielsweise ein Defekt in der Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Zweitens könne es zu einer Wärmeübertragung zwischen einer Maschine und dem Heu gekommen sein, etwa durch einen heiß gelaufenen Traktor. Eine dritte Möglichkeit sei, dass eine weggeworfene, noch brennende Zigarette durch den zur Unglückszeit stark wehenden Wind in die Halle getragen wurde und das Heu entzündete. Viertens sei auch Brandstiftung nicht auszuschließen.

Die Kripo bittet daher um die Mithilfe der Bevölkerung und fragt: Wer hat in der Brandnacht am 30. Dezember zwischen 3.30 und 5 Uhr in Stephanskirchen-Fussen auffällige Personen oder Fahrzeuge beobachtet?

Hinweise an die Kriminalpolizei Rosenheim unter Telefon 08031/2000 oder an jede andere Polizeidienst- stelle. zip

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