Der Mann, dem Landräte 41 Jahre lang vertrauten

Der sichere Fahrer Matthias Rahm(links) mit Edith und Wolfgang Berthaler. Das Foto entstand bei einem privaten Treffen noch vor den Corona-Beschränkungen. re

Rosenheim – Matthias Rahm ist das, was man ein Urgestein nennt.

Er gehörte fast zum Inventar des Rosenheimer Landratsamtes, obwohl er eher selten im Haus war. Seine Aufgabe war es 41 Jahre lang, die Landräte sicher an ihr Ziel zu bringen.

Jetzt ist Matthias Rahm mit einem Geschenk, aber ohne Händedruck, in den Ruhestand verabschiedet worden. Matthias Rahm hatte zunächst in der Poststelle des Landratsamtes gearbeitet und war als zweiter Fahrer vorgesehen. Zwei Jahre später übernahm Rahm das Steuer eines blauen Mercedes, mit dem er Josef Nei- der hell senior durch den Landkreis oder zu Besprechungen nach München fuhr. Alle anderen Landräte danach nahmen in einem BMW Platz. Max Gimple konnte sich 24 Jahre darauf verlassen, dass er sicher ans Ziel kommt. Josef Neiderhell fuhr er sechs Jahre, zuletzt Wolfgang Berthaler sowie nach dessen Sturz auch seinen Stellvertreter Josef Huber. Er ist immer unfallfrei gefahren, darauf ist Rahm stolz. Dass er zu allen Landräten ein „super Verhältnis“ hatte, ist wichtig, wenn man so viele Stunden gemeinsam im Auto verbringt. Mit vielen ist er bis heute freundschaftlich verbunden.

In seinem Ruhestand will er sich intensiver um seine liebsten Hobbys kümmern. Neben den beiden Enkelkindern ist das der Fußball in Westerndorf St. Peter, wo er seit 33 Jahren Abteilungsleiter ist. Und wenn ihm langweilig werden sollte? „Dann suche ich mir vielleicht einen Nebenjob, einen, bei dem ich fahren kann“, so Rahm.

Wer in Zukunft den neuen Landrat Otto Lederer zu seinen Terminen fährt, ist noch nicht entschieden. Was ein guter Fahrer mitbringen muss, das weiß Matthias Rahm genau: „Pünktlichkeit ist das Wichtigste, sicheres Fahren und natürlich Verschwiegenheit“.

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