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Wir machen Türen auf: Das Marie-Antoinette-Kabinett im Schloss Herrenchiemsee

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400000 Menschen staunen jedes Jahr über die Pracht von Schloss Herrenchiemsee.

Dabei ist nur der kleinere Teil der Prunkräume vollendet worden, bevor Ludwig II. 1886 im Starnberger See den Tod fand. Die unvollendeten Räume bleiben den Besuchern meist verborgen, es sei denn, im Nordflügel findet eine Ausstellung statt. Aber auch ein kleiner Prunkraum bleibt bei den Führungen grundsätzlich verschlossen. Im Marie-Antoinette-Kabinett würde kaum eine Handvoll Personen Platz finden. Auch der Zugang ist so schmal, dass ein Erwachsener fast nicht hindurchpasst ohne die Schultern einziehen zu müssen. Eingelassen in die Wandverkleidung des königlichen Schlafzimmers, führt eine Tür nach nebenan. Für die OVB-Heimatzeitungen hat sie Kastellanin Veronika Endlicher ausnahmsweise geöffnet - mit Stoffhandschuhen und Schutz an den Schuhen, damit der wertvolle Inhalt keinen Schaden nimmt. Marie Antoinette war für den bayerischen Monarchen der Inbegriff der idealen Königin. Seine Verehrung für die Gattin des französischen Königs Ludwig XVI. brachte er mit diesem Raum zum Ausdruck. Wenn ausnahmsweise einmal die Tür aufgeht, schlägt dem Betracher aus dem kaum 15 Quadratmeter großen Zimmer abgestandene Luft entgegen. Das Auge muss sich erst an das dämmrige Licht gewöhnen, denn das Fenster ist mit einem dicken Vorhang verhängt, um das Inventar zu schonen. Der Zahn der Zeit hat an den Stoffbezügen Spuren hinterlassen. Eine Büste von Marie Antoinette (1755 bis 1793) steht an exponierter Stelle (rechts). Durch ihre Heirat mit dem französischen Thronfolger und späteren König Ludwig XVI. wurde sie Königin von Frankreich. Sie gilt als eine der schillerndsten Figuren während der Französischen Revolution und teilte neun Monate nach ihrem Gemahl dessen Schicksal auf dem Schafott. Fotos re