Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Streik war überfällig“

Lokführer-Streik im Raum Rosenheim: Mitarbeiter von Konzernspitze enttäuscht - weitere Streiks offen

Auswirkungen des Lokführer-Streiks machten sich am Bahnhof Rosenheim Mittwochmorgen nur im Fernverkehr bemerkbar. Der Regionalverkehr war – mit Ausnahme in Richtung Mühldorf – nicht betroffen.
+
Auswirkungen des Lokführer-Streiks machten sich am Bahnhof Rosenheim am Mittwochmorgen nur im Fernverkehr bemerkbar. Der Regionalverkehr war – mit Ausnahme in Richtung Mühldorf – nicht betroffen.
  • Rosi Gantner
    VonRosi Gantner
    schließen

Glück für die Pendler aus dem Raum Rosenheim: Sie waren vom Lokführer-Streik kaum betroffen. Die Regionalbahn war plangemäß unterwegs. Einzige Ausnahme: die Verbindung nach Mühldorf. Doch ob weitere Streiks folgen, ist noch offen. Denn die Mitarbeiter sind von der Führungsetage mehr als nur enttäuscht.

Rosenheim – Ohne größere Auswirkungen ist am 11. August Tag eins des Lokführerstreiks in der Region Rosenheim vorübergegangen. Einzig Fernzüge ab und nach Salzburg beziehungsweise Innsbruck entfielen.

Der Regionalverkehr mit der Bayerischen Regiobahn lief indes weitgehend planmäßig. Die Lage am Bahnhof Rosenheim war in den Morgenstunden ruhig, von verärgerten Pendlern keine Spur. Von Ausfällen betroffen war in unregelmäßigen Abständen die Südostbayernbahn auf der Strecke Rosenheim-Mühldorf.

GDL-Ortsvorsitzender hochzufrieden

Hochzufrieden mit der Resonanz aus der Region zeigt sich Rüdiger Voigt, Ortsgruppenvorsitzender Rosenheim in der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). „Die Beteiligung aus der Ortsgruppe an dem Streik ist sehr, sehr groß“, betont er im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Lesen Sie auch: Neues Einheimischen-Modell: So will Hans Fritz für mehr erschwingliches Bauland in der Region Rosenheim sorgen

Auch die Rückmeldungen aus der Bevölkerung, seitens der Fahrgäste, die er und Kollegen erfahren hätten, seien großteils positiv. „Einige Meckerer gibt es natürlich immer, gerade, wenn zur Urlaubszeit gestreikt wird“, bekennt Voigt und ergänzt: „Aber für einen Streik gibt es eben nie den richtigen Zeitpunkt.“

Streik war überfällig

Der Ausstand an sich, davon ist der Rosenheimer Ortsgruppenvorsitzende überzeugt, war längst überfällig: „Die Mitarbeiter sind äußerst sauer. Es geht um die Art und Weise, wie sich der Vorstand die Taschen vollstopft und gleichzeitig von den Mitarbeitern eine Beteiligung an der Sanierung des Konzerns verlangt. Die Stimmung ist absolut am Boden.“

Urlaubsverkehr wird verschont

Die aktuelle Streikphase geht Freitagmorgen um 2 Uhr zu Ende – pünktlich vor dem Wochenende. „Der Urlaubsverkehr wird vorerst nicht bestreikt“, erläutert Voigt, der selbst als Lokführer am Standort München und in Teilfreistellung als Betriebsrat tätig ist. Für Rüdiger Voigt und seine Kollegen heißt es nun abwarten, ob sich Konzern und Gewerkschaft einigen – oder ob es zu erneuten Streiks in den nächsten Wochen kommen wird.

Mehr zum Thema

Kommentare