Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Schneebrett beim Aufstieg auf den Breitenstein ausgelöst - Nachteinsatz für zwölf Helfer der Bergwacht

Lawine erfasst Tourengeher: Drei Leichtverletzte

Der Pfeil zeigt den Bereich der Leitenrinne unterhalb des Breitenstein-Gipfels, in dem die Lawine abging. Rechts im Bild ist der Geigelstein zu sehen. Foto REichenbach
+
Der Pfeil zeigt den Bereich der Leitenrinne unterhalb des Breitenstein-Gipfels, in dem die Lawine abging. Rechts im Bild ist der Geigelstein zu sehen. Foto REichenbach

Grassau/Wasserburg - Vier Skitourengänger aus Wasserburg sind am Mittwochabend am Breitenstein bei Schleching von einer Lawine erfasst worden, zwei wurden total verschüttet. Die jungen Männer - alle im Alter zwischen 20 und 21 Jahren - hatten Glück im Unglück: Drei von ihnen zogen sich nur leichte Verletzungen zu.

Erleichtert reagierte Fritz Gottwald. "Es ist noch einmal glimpflich abgelaufen", bemerkt der Vorsitzende der DAV-Sektion Wasserburg. Er weiß, dass zumindest einer der jungen Männer als Mitglied in dem Wasserburger Verein registriert ist. Gottwald selbst führt seit Jahren ähnliche Touren in den Bergen durch. "Das Risiko einzuschätzen, ist immer eine schwierige Geschichte. Aber man muss eben vor Ort eine Entscheidung treffen." Am wichtigsten sei eine hochwertige Ausrüstung. "LVS-Gerät, Sonde und Schaufel zählen zum Standard", erklärt er.

Die vierköpfige Skitourengruppe wollte am Mittwoch bereits nach Einbruch der Dunkelheit eine Tour auf den 1661 Meter hohen Breitenstein unternehmen. Die Männer wählten für ihren Aufstieg die Route über die sogenannte Leitenrinne. Auf einer Höhe von 1500 Metern löste die Gruppe dann gegen 20 Uhr ein Schneebrett aus, zu dessen genauem Ausmaß die Polizei in Grassau gestern keine exakten Angaben machen konnte. Die Gruppe wurde von der Lawine erfasst, zwei Personen wurden von den Schneemassen total verschüttet. "Ein Verschütteter konnte sich alleine befreien. Der zweite wurde von seinen Kameraden nach kurzer Zeit mit dem Lawinensuchgerät geortet und ausgegraben", erklärt die Polizei.

Hinter der Gruppe befand sich im Abstand von etwa 300 Metern noch ein einzelner Skitourengeher aus dem Achental. "Dieser wurde von der Lawine glücklicherweise nicht erfasst und leistete Erste Hilfe", so die Polizei.

Die alarmierte Bergwacht Schleching rückte mit zwölf Mann zum Unfallort aus. Trotz der Dunkelheit wurden die vier jungen Männer rasch entdeckt. Sie hatten laut Polizei Mühe, durch die Schneemassen ins Tal zu kommen, da sie beim Abgang der Lawine teilweise ihre Ski verloren hatten und drei von ihnen leicht verletzt waren. Die Bergwacht brachte sie ins Tal, von wo aus die Verletzten ins Krankenhaus gebracht wurden.

Nach Polizeiangaben war die Rettungsaktion kurz nach 1 Uhr in der Früh erfolgreich beendet.

Durch einen Bergführer der Polizei wurden am Unfallort die Ermittlungen zur Ursache des Lawinenabgangs aufgenommen. Fest steht bereits jetzt: Zum Zeitpunkt des Geschehens herrschte in den Chiemgauer Alpen die Lawinengefahrenstufe 2 mit dem Zusatz, dass sich oberhalb von 1500 Metern die Gefährdung auf Stufe 3 erhöht. sam/tt

Kommentare