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„Lautes Brummen und Grollen“

Eurofighter über Rosenheim und Traunstein sorgen für mulmiges Gefühl am Montag

Eurofighter
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Zwei Eurofighter-Kampfjets zogen über der Region ihre Kreise. (Archivbild)
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Es ist ein seltsames Gefühl, wenn plötzlich ein Kampfflugzeug mit unglaublicher Geschwindigkeit sowie dröhnendem und wummerndem Motor - gefühlt nur wenige Meter über deinem Kopf - an dir vorbei rauscht. Vor allem in unserer Region ist man dies eigentlich nicht gewohnt, dennoch zogen am Montagvormittag (20. Juni) zwei Eurofighter ihre Kreise über Rosenheim und Traunstein.

Rosenheim/Chiemsee - Nur wenige Luftstunden entfernt herrscht seit Monaten Krieg. Am 24. Februar 2022 begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem dauert der Angriffskrieg Russlands mit zunehmender Härte und Zerstörung an. Fast der gesamte Rest der Welt zeigt sich solidarisch, aber gleichzeitig auch besorgt.

Deutschland kündigte bereits zu Kriegsbeginn an, militärisch deutlich nachrüsten zu wollen - auch um im Fall der Fälle handlungsfähig zu sein. Des Weiteren konnte man in den vergangenen Wochen auch in der Region deutlich häufiger Militärbewegungen beobachten. Zum einen um Truppen an die Ostflanke im Grenzgebiet zur Ukraine zu schicken, zum anderen um verschiedene Szenarien zu üben.

Mehrere Kampfflugzeuge über Rosenheim

So auch am Montagvormittag (20. Juni) als innerhalb weniger Minuten mehrfach Mehrzweckkampfflugzeuge im Landkreis Rosenheim durch die Luft schossen. „Es war mindestens vier Mal ein lautes Brummen bzw. Grollen zu hören“, erläuterte ein Leser im Gespräch mit rosenheim24.de. Auch andere User meldeten „Kampfjets“ im Tiefflug über den Dächern der Stadt und dem Chiemsee.

Ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr bestätigte gegenüber rosenheim24.de, dass es sich „nur“ um eine Übung handelte. Die Auswertung der Radardaten vom 20. Juni hätten demnach zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 in Neuburg an der Donau gezeigt. „Die Luftfahrzeuge flogen Routineübungsflugbetrieb über den Bereichen von Bad Tölz, Chiemsee und Rosenheim. Die beiden Luftfahrzeuge starteten und landeten wieder in Neuburg an der Donau“, so der Sprecher.

Mehrere Schleifen über Traunstein und Chiemsee

Aufnahmen verschiedener Flugradare zeigen ebenfalls eine Maschine mit dem Kennwort „SMOKE3“, welche zwei Schleifen über Rosenheim und drei Schleifen über dem Chiemsee bzw. dem Großraum Traunstein flog. Ungeklärt bleibt, was die Kennung „Smoke3“ zu bedeuten hat. Für gewöhnlich handelt es sich bei Maschinen mit der Bezeichnung „smoke“ laut einem Experten um Löschhubschrauber oder ähnliche Flugobjekte.

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Detaillierte Aussagen über die Flugübung konnte der Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr ebenfalls leider nicht tätigen. Die Planungen für die Vorgänge im Rahmen von Übungsflügen oder sonstigen Flugbewegungen würden den fliegenden Verbänden obliegen. „Hierbei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel aktuelle Witterungsverhältnisse oder die jeweilige Verfügbarkeit von Personal und Material. Eine belastbare Aussage über die Häufigkeit solcher Einsätze kann daher nicht getroffen werden. Nach den uns vorliegenden Daten fanden die Flüge regelkonform und unter Beachtung der geltenden flugbetrieblichen Bestimmungen statt“, schloss der Sprecher ab.

mz

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