Warum nicht mehr Heimarbeitsplätze?

Landratsamt-Aufstockung in Rosenheim: Freie Wähler fordern Gutachten

Fraktionssprecher Sepp Lausch von den Freien Wählern hat einen Antrag zur Erweiterung des Landratsamtes eingebracht.
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Fraktionssprecher Sepp Lausch von den Freien Wählern hat einen Antrag zur Erweiterung des Landratsamtes eingebracht.
  • Norbert Kotter
    vonNorbert Kotter
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Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler tritt bei der geplanten Aufstockung des Rosenheimer Landratsamtes weiter auf die Bremse.

Rosenheim – Äußerte deren Fraktionssprecher Sepp Lausch bei der jüngsten Sitzung des Rosenheimer Kreisausschusses aus haushaltspolitischen Gründen bereits Zweifel an der Notwendigkeit einer zeitnahen Umsetzung der Maßnahme, schob er jetzt einen konkreten Antrag zur nächsten Kreistagssitzung hinterher.

Darin fordert seine Fraktion die Erstellung eines detaillierten Stellen- und Personalplans, der die Notwendigkeit zusätzlicher Arbeitsplätze belegt, die im Bestandsgebäude in der Wittelsbacherstraße in Rosenheim untergebracht werden sollen.

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Bevor der Landkreis weitere Planungen und Ausschreibungen vornimmt, soll nach dem Willen der Fraktion nach Angaben ihres Sprechers durch ein unabhängiges externes Planungs- oder Architekturbüro ein Gutachten erstellt werden, das Aufschluss über die Statik und die Infrastruktur des Bestandsgebäudes gibt.

Auch eine Kosten-/Nutzenanalyse soll darin enthalten sein. Was die Notwendigkeit der Erweiterung betrifft, bezweifeln die Freien Wähler, ob diese in Zeiten von E-Akte, Videokonferenzen und fortschreitender Digitalisierung noch gegeben ist.

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Verwiesen wird auch darauf, dass sich die Verwaltung den Ausbau von Heimarbeitsplätzen durchaus vorstellen könne. Mit dem Gutachten wollen die Freien Wähler den Landkreis Rosenheim vor „unschönen Überraschungen“ schützen, die Altbauten in sich tragen können.

Nachdem in der jüngsten Kreisausschusssitzung auch die AfD Zweifel an der Notwendigkeit einer Erweiterung des Bestandsgebäudes geäußert hatte, ist Lausch eine Feststellung ganz wichtig. „Wir waren die Ersten und laufen der AfD nicht hinterher.“

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