Landrat und Oberbürgermeister für Rosenheim in der Stichwahl: Grüne fordern CSU heraus

Muss in die Stichwahl: CSU-Landratskandidat Lederer. Reisner

Es ist alles noch offen, denn es geht in die Stichwahl: Erst in zwei Wochen (29. März) wird feststehen, wer der neue Landrat im Landkreis und neuer Oberbürgermeister von Rosenheim wird. Es stehen sich nun Lederer und Zeitlmann in der Stichwahl um den Chefsessel im Landratsamt gegenüber.

Rosenheim/Landkreis – In die Stichwahl geht auf Landkreisebene CSU-Kandidat Otto Lederer, der sich mit 41,1 Prozent klar gegen seine Kontrahenten absetzte. Hinter ihm entwickelte sich den Wahlabend über ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ursula Zeitlmann für die Grünen (16 Prozent), Rainer Auer (13,3/Parteifreie/ÜWG) und Sepp Hofer (12,8/Freie Wähler), das letztendlich die Kandidatin der Grünen knapp für sich entscheiden konnte. Damit stehen sich nun Lederer und Zeitlmann in der Stichwahl um den Chefsessel im Landratsamt gegenüber.

Lederer zeigte sich gestern Abend mit einem Ergebnis von über 40 Prozent zufrieden – und hofft nun, in den nächsten beiden Wochen weitere Wähler überzeugen zu können. Zeitlmann zeigte sich erfreut, zweistärkste Kraft geworden zu sein. Sie will weiter mit Arten- und Klimaschutz punkten.

In Rosenheim liegt CSU-Kandidat Andreas März mit 45,6 Prozent deutlich vorne im Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, die nach 18 Jahren nicht mehr angetreten war. Dennoch muss sich März in zwei Wochen in einer Stichwahl gegen Franz Opperer von den Grünen (22,5 Prozent) beweisen.

In einem Großteil der Landkreis-Gemeinden stand indes nach dem ersten Wahlgang bereits ein teils deutlicher Sieger fest. So setzte sich in der Gemeinde Stephanskirchen Karl Mair von den Parteifreien mit 54,9 Prozent durch – bei immerhin fünf Bewerbern um die Nachfolge von Bürgermeister Rainer Auer, der sich als Landratskandidat versuchte. Aussichtsreichste Gegenkandidatin war Petra Hofmann für die CSU, die allerdings nur 19,7 Prozent an Stimmen einfahren konnte.

Im ersten Wahlgang machten auch die beiden SPD-Bürgermeister Peter Kloo in Kolbermoor (52,4 Prozent) und Michael Kölbl in Wasserburg (63 Prozent) das Rennen – bei vier und zwei Gegenkandidaten. Die CSU mit Leonhard Sedlbauer kam in Kolbermoor auf 18,5 Prozent; in Wasserburg mit Heike Maas auf 23,1.

In die Stichwahl geht es indes in der Stadt Bad Aibling und in der Marktgemeinde Prien. In Bad Aibling lieferten sich Stephan Schlier (CSU/29,9 Prozent) und Martina Thalmayr (Grüne/27,9 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen – bei insgesamt sieben Anwärtern auf den Chefsessel von Felix Schwaller (CSU).

In Prien lagen bei fünf Bewerbern um die Nachfolge von Jürgen Seifert CSU-Kandidatin Annette Resch (33,2 Prozent) und Andreas Friedrich für die ÜWG (31,9 Prozent) vorne, womit beide in der Stichwahl stehen.

Im hart umkämpften Aschau kristallisierte sich bei zuletzt drei Kandidaten ein klares Ergebnis heraus – wobei Amtsinhaber Peter Solnar von der Freien Wahlgemeinschaft das Nachsehen hatte (33,8 Prozent). Er wurde in aller Deutlichkeit abgewählt zugunsten von Simon Frank (57,8 Prozent, Zukunft für Aschau).

Klare Gewinner auch am Samerberg, wo sich Amtsinhaber Georg Huber (CSU) mit 53,8 Prozent behaupten konnte; in Oberaudorfmit Dr. Matthias Bernhardt (68,1 Prozent, Freie Wählergemeinschaft), der damit Nachfolger von Hubert Wildgruber wird; in Prutting, wo nun Johannes Thusbaß (66,9 Prozent, CSU/Parteifreie) auf Hans Loy (CSU) folgt; in Schechen, wo einzig Stefan Adam (84,1 Prozent, CSU) in den Ring um die Nachfolge von Hans Holzmeier (CSU) gestiegen war.

In Rohrdorf setzte sich bei drei Bewerbern um den Chefsessel Simon Hausstetter vom Bürgerblock auf Anhieb mit 51,4 Prozent durch.

Um ihr Amt bangen muss in Bad Endorf Doris Laban (Aktionsbündnis für Bad Endorf). Sie war mit 22,9 Prozent lediglich zweitstärkste Kraft und muss nun gegen Alois Loferer (37,7 Prozent, CSU) in die Stichwahl. Ebenfalls eine Stichwahl ist in Eggstätt fällig. Hier treffen Christian Glas (45,9 Prozent, Freie Bürger) und Hans Plank jun. (31,6 Prozent, CSU) aufeinander.

In einer Stichwahl endete der Wahlabend auch in Riedering: Hier muss nun Christoph Vodermaier (Freie Wählergemeinschaft) mit 49,7 Prozent denkbar knapp in den zweiten Wahlgang gegen Andreas Uhlig (44,7 Prozent, parteifrei, für CSU).

Überraschung in Flintsbach: Hier muss CSU-Amtsinhaber Stefan Lederwascher mit 48,6 Prozent in die Stichwahl gegen Holger Steiner (34,4, Parteifreie).

Nach eineinhalb Amtsperioden abgewählt wurde Georg Gäch in Ramerberg (46,2, NRL/FWR). Neuer Bürgermeister ist Manfred Reithmeier (53,8 Prozent, UWR).

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