Landkreis will Fördermittel aus Digitalpakt für Schulen

Rosenheim – Der Landkreis will Fördermittel aus dem Programm „Digitalpakt Schule 2019 bis 2024“ des Freistaates in Anspruch nehmen.

Sowohl der Schul-, als auch der Kreisausschuss fassten bei ihrer jüngsten gemeinsamen Sitzung dazu ohne Gegenstimme einen Grundsatzbeschluss. Ziel des Paktes ist es, den Schulen für die Gestaltung eines digital geförderten Unterrichts sowie zur Förderung der Medienkompetenz eine moderne und verlässlich verfügbare digitale Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Mit den Beschlüssen ist der Auftrag an die Landkreisverwaltung verbunden, die notwendigen Schritte für die Umsetzung von Maßnahmen einzuleiten. Anton Hofherr vom Sachgebiet Schulwesen informierte die Gremien darüber, dass derzeit eine Bedarfsanalyse durchgeführt werde. Auch der Aufbau einer schulischen WLAN-Struktur gehöre zum Aufbau einer zeitgemäßen digitalen Bildungsinfrastruktur. Für Maßnahmen aus diesem Paket stellt der Bund dem Freistaat nach Verwaltungsangaben insgesamt 778 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung. Der Landkreis wiederum darf auf etwa 6,6 Millionen Euro an Förderung aus Landesmitteln hoffen. Der Fördersatz liegt bei 90 Prozent. Daraus ergibt sich für den Landkreis nach der aktuellen Bedarfsberechnung ein Eigenanteil von 750 000 Euro.

Ulrich Sedlbauer, Geschäftsleitender Beamter im Landratsamt, ließ allerdings keine Zweifel daran, dass im Bereich der Schul-IT eine personelle Aufstockung notwendig wird. „Da haben wir derzeit nur eine Stelle. Damit sind wir deutlich unterbesetzt.“ Stellvertretender Landrat Dieter Kannengießer (Parteiunabhängige) wollte sichergestellt wissen, dass die Lehrer in die Lage versetzt werden, kleinere Probleme im IT-Bereich selbst beheben zu können. „Es wäre schon wünschenswert, dass wir bei Kleinigkeiten nicht immer gleich die Hilfe einer Fachfirma benötigen.“ Norbert Kotter

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