Landkreis erwartet 20 Asylbewerber

Der Landkreis Rosenheim wird in den kommenden Wochen 20 Asylbewerber aus Afghanistan, Irak und Iran aufnehmen. Dies teilte das Landratsamt gestern mit.

Rosenheim/Landkreis - Regierungspräsident Christoph Hillenbrand hatte bei einem Treffen der oberbayerischen Landräte Josef Neiderhell erklärt, dass in Oberbayern Unterkünfte für Asylbewerber fehlen würden. Um dieses Problem zu lösen, setze der Regierungspräsident auf die Mithilfe der Landkreise.

Im Rosenheimer Landratsamt ist man seitdem dabei, im Landkreis geeignete Wohnungen für die Asylbewerber zu suchen. Dort sollen die Personen dann das Ende ihres Asylbewerbungsverfahrens abwarten dürfen.

Vor fast genau vier Jahren, am 30. November 2007, war im Landkreis die letzte Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber geschlossen worden. Seitdem hatte Rosenheim keine Asylbewerber mehr aufnehmen müssen. Grund dafür ist laut Landratsamtssprecher Michael Fischer, dass der Landkreis vor allem in den 1990er-Jahren, aber auch in den Jahren bis 2007, sehr vielen Menschen habe Asyl geben müssen. Laut Fischer hielten sich etwa zur Zeit des Balkankriegs weit über 2000 Asylbewerber im Landkreis auf. zip

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