Die Kurve flacht ab: So entwickeln sich die Corona-Fallzahlen in der Region Rosenheim

Die Entwicklung der Corona-Fallzahlen in der Region Rosenheim mit den Fallzahlen und den Vergleichszahlen der einzelnen Gemeinden. Klinger/Schöne
  • Rosi Gantner
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Die Kurve flacht ab, die Zahl der Neuinfizierten pendelt sich derzeit in Stadt und Landkreis Rosenheim auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau ein. Positive Signale auch aus den Kliniken: Die Covid-19-Patientenzahlen gehen spürbar zurück, der Peak ist offenbar überschritten.

Rosenheim – Insgesamt 2619 Positivfälle hat dasStaatliche Gesundheitsamt Rosenheimbis dato (Stand 7. Mai) registriert. Zuletzt waren mal 20, mal 36 Neuerkrankte pro Tag hinzugekommen – kein Vergleich zum Zeitraum Ende März/Anfang April, als die Zahlen noch sprunghaft stiegen um bis zu 150 Fälle pro Tag. Das ist heute Wochen-Pensum. Der letzte Höhepunkt war kurz vor Ostern. Seither ist die Tendenz, bis auf kleinere Ausschläge, fallend.

Bereits 174 Personen verstorben

Die Anzahl der an Covid-19 Verstorbenen stieg zuletzt auf 174 Personen (erster vermeldeter Todesfall 20. März); sieben (+1) davon unter 60 Jahren; 115 über 80 Jahre alt. Hinzu kommt möglicherweise eine gewisse Dunkelziffer in der Sterblichkeitsrate: Denn bislang wurde post mortem nicht mehr getestet.

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Dass die erste Welle durch ist, das bestätigen auch die Romed-Kliniken. Dort hatte man zum 15. April den „Peak“ erreicht – mit 196 Covid-19-Erkrankten beziehungsweise Verdachtsfällen, davon 26 auf den Intensivstationen. Seither sinken die Zahlen –  zwar nicht linear, wie Kliniksprecherin Elisabeth Siebeneicher auf Anfrage betont, aber dennoch spürbar. Seit 23. April gingen die Patientenzahlen „merklich“ zurück.

Die Lage in den Romed-Kliniken

Aktuell werden in den Kliniken des Romed-Verbunds mit Standorten in Rosenheim, Bad Aibling, Prien und Wasserburg 31 bestätigte Covid-19-Fälle sowie 59 Verdachtsfälle stationär behandelt; davon 16 auf der Intensivstation. Landkreisweit werden aktuell 206 Covid-19-Patienten stationär betreut, davon 37 auf Intensiv (inklusive der Schön-Klinik-Standorte).

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Das sind die regionalen Hotspots

Auch in den Städten und Gemeinden, darunter in den regionalen Hotspots Bad Feilnbach, Aschau und Nußdorf, entspannt sich die Lage. Einzig in Bad Feilnbach kamen diese Woche zwei Positivfälle hinzu, weshalb sich die Fallzahl der Infizierten pro 1000 Einwohner auf 19 (+1) erhöht.

Die Spitzenreiter in der Region

Spitzenreiter in der Region hinsichtlich der Gesamtfälle gemessen an der Einwohnerzahl ist nach wie vor Nußdorf: mit 20 Covid-19-Fällen pro 1000 Einwohner. Wobei dort seit zwei Wochen kein einziger Neuinfizierter mehr hinzukam. In Nußdorf breitete sich das Coronavirus Mitte März nach einer gut besuchten Versammlung und den Kommunalwahlen massiv aus – so erklärt sich zumindest Bürgermeister Sepp Oberauer die Entwicklung. Seither: strikte Maßnahmen, konsequente Umsetzung, wie Oberauer betont. „Doch die Zahlen aus der Vergangenheit kleben an uns.“

Rosenheim und Bernau die Ausreißer

Die zuletzt größten Zuwächse hatten die Stadt Rosenheim sowie Bernau (+40/Fallzahl 8/13), Kolbermoor (+10/Fallzahl 10), Brannenburg und Bad Aibling (jeweils +6/Fallzahl 9/12).

Käme eine zweite Welle, sehen sich Stadt, Landkreis und Kliniken gut gerüstet.

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