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75 Jahre Jugendarbeit

Kreisjugendring Rosenheim betont die Bedeutung des Ehrenamts in der Herbstvollversammlung

Die KJR hat keinen Vogel, sondern ein Maskottchen. Zur Unterstützung der Jugendarbeit konnte ein besonderer Gast gewonnen werden: Kohlrabi. Dieser stellte sich den Delegierten vor und posierte auch bereitwillig für Fotos
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Die KJR hat keinen Vogel, sondern ein Maskottchen. Zur Unterstützung der Jugendarbeit konnte ein besonderer Gast gewonnen werden: Kohlrabi. Dieser stellte sich den Delegierten vor und posierte auch bereitwillig für Fotos
  • VonElisabeth Kirchner
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Bessere Förderung des Ehrenamts, kein Verheizen von Ehrenamtlichen: Klare Worte gab es bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings Rosenheim in der Lamstoahalle in Frasdorf.

Rosenheim/Frasdorf – Erika Spohn, Vorsitzende des Kreisjugendrings Rosenheim des Bayrischen Jugendrings (BJR) KdÖR (KJR), konnte neben zahlreichen Ehrengästen aus der Politik auch Delegierte aus Rosenheimer Landkreis-Vereinen wie der Bayrischen Sportjugend, der Trachtenjugend, den Pfadfindern, dem Jugendrotkreuz, der THW-, der Johanniter- und der DAV-Jugend begrüßen.

Marianne Loferer, Stellvertretende Landrätin, dankte den vielen Ehrenamtlichen für deren Engagement: „Nur so funktioniert Gesellschaft.“ Corona habe Kinder und Jugendliche besonders hart getroffen, und in vielen Vereinen fehle es an Betreuern und Mitgliedern. Umso mehr seien die zahlreichen Aktionen der Vereine und des KJR zu begrüßen. Gabriele Stein, Dritte Bürgermeisterin von Frasdorf, stimmte dem zu.

Sebastian Graf, Vorsitzender des Frasdorfer Trachtenvereins und Gastgeber, erinnerte, dass ohne Jugendarbeit nichts gehe. Es gebe viele junge Leute im Verein, aber wenn Vorsitzende zu jung seien, dann bestehe die Gefahr, dass diese verheizt werden.

Landkreis als Bildungsregion ausgezeichnet

Daniel Hofweber aus Wasserburg, der sich dort unter anderem beim DAV und beim Fußball einbringt, konnte dem nur zustimmen. Der ehrenamtliche Einsatz soll stärker gefördert und die politischen Rahmenbedingungen dafür geändert werden. Leon Wudy, Stellvertretender KJR-Vorsitzender, erklärte, dass „es auch bei uns Probleme in der Nachwuchsgewinnung“ gebe.

In der Herbstvollversammlung ging es daneben auch um die Jahresplanung, den Haushalt – beides wurde jeweils einstimmig angenommen – sowie um Aktuelles aus dem Landratsamt. Sabine Stelzmann, Leiterin des Kreisjugendamtes, berichtete, dass der Landkreis noch im Dezember als Bildungsregion ausgezeichnet werde. Für die Bereiche Ehrenamt und Inklusion gebe es mittlerweile eigene Fachstellen. Im Jugendamt forciere man die Inklusion. Die Spielstadt Mini-RO (Ferienprogramm im Landkreis Rosenheim, Anmerkung der Redaktion) beispielsweise sei schon in einigen Teilen inklusiv. Im kommenden Jahr sollen weitere Umbauten für noch mehr Inklusion erfolgen. Auch MyVision (bei der jährlichen Konferenz kommen Jugendliche, Politiker und Jugendbeauftragte aus dem ganzen Landkreis zusammen und beraten über drängende Themen, Anmerkung der Redaktion) soll wieder aufgelegt werden. Gleichzeitig bedauerte sie, dass mittlerweile die dritte Turnhalle belegt sei. Man bemühe sich, „andere Unterkünfte für Geflüchtete zu finden.“

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Jörg Giesler, Geschäftsführer des KJR, gab dann einen Rück- und Ausblick. Die Aktivierungskampagne (eine bayernweite Medienkampagne für die Angebote der Jugendarbeit samt Fördermaßnahmen, Anmerkung der Redaktion) sei gut angenommen worden. So wurden mit den vom BJR zugeteilten 44.000 Euro Zusatzangebote in Mini-RO finanziert und die Jugendarbeit unterstützt. Auch 2023 soll die Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden im Landkreis fortgesetzt werden. Ein Schwerpunkt soll sein, „wie können wir und ihr Events anbieten?,“ so Giesler. Spohn fasste zusammen: Es bleibe viel zu tun in der Jugendarbeit.

75 Jahre Jugendarbeit

1947 gründete sich im Jugendherbergshaus Sudelfeld ein Gesamtverband der Bayrischen Jugend. In der Präambel steht: „Grundlage des Jugendrings ist die Anerkennung des eigenen Wertes der einzelnen Jugendgemeinschaften ohne Rücksicht auf politische, religiöse, klassenmäßige oder rassische Unterschiede.“

Dem BJR ging es damals wie heute darum, sich eine gemeinsame Plattform sowie eine Artikulations- und Aktionsbasis zu schaffen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern bildete sich in Bayern keine Behörde „Landesjugendamt“, sondern die Aufgaben dieser Behörde wurden vom Staat weitestgehend dem BJR zur Erledigung übertragen. Hierzu bedurfte es einer besonderen Rechtsform: Der BJR erhielt die Eigenschaft einer „Körperschaft des öffentlichen Rechts“.

Kreisjugendring finanziert sich aus Spenden

Ein Kreisjugendring ist eine Untergliederung des BJR, ist also auf Kreisebene Beauftragter des Bayerischen Jugendrings. Der KJR bietet die Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden im Landkreis, den Jugendaustausch, Juleica (Jugendleiterausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Jugendarbeit), Förderung von Aktivitäten, Verleihmaterial und Jugendbildung an und vertritt die Jugendlichen.

Im Rahmen der Herbstvollversammlung genehmigten die Delegierten einstimmig auch die Kooperationsvereinbarung zwischen dem KJR und der kommunalen Jugendarbeit und die Rahmenvereinbarung zwischen dem KJR und dem Landkreis Rosenheim. Denn die Arbeit des Kreisjugendrings finanziert sich aus Mitteln des Landkreises, Zuwendungen aus Mitteln zur Umsetzung des Kinder- und Jugendprogramms der Bayerischen Staatsregierung sowie den Bezirksjugendring und Bezirk Oberbayern sowie aus Teilnehmerbeiträgen und Spenden.

/AN

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