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MEINUNG

Krach bei den Freien Wählern: Kandidatur mit Ventilfunktion

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  • Norbert Kotter
    VonNorbert Kotter
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Die Kampfabstimmung um den Vorsitz bei der Rosenheimer Kreisvereinigung der Freien Wähler und deren Folgen: Norbert Kotter, stellvertretender Redaktionsleiter der OVB-Heimatzeitungen, liefert in seinem Kommentar eine Analyse.

Wenn es um die Besetzung von Ämtern geht, sind Kampfkandidaturen in einer Demokratie nicht außergewöhnlich. Dies gilt für die Auseinandersetzung zwischen Sepp Hofer und Mary Fischer nicht uneingeschränkt. Dafür spricht schon allein die Tatsache, dass die Kreisvereinigung der Partei den Konflikt in den eigenen Reihen am liebsten totgeschwiegen hätte.

Sepp Hofer führt diese zwar durchaus hemdsärmelig, Erfolglosigkeit kann man mit seiner Amtszeit aber nicht in Verbindung bringen. Dennoch stemmt sich diesem Führungsstil innerparteilich scheinbar wachsender Einfluss von Mitgliedern entgegen, die Hofer zu viele Egotrips unterstellen und eine neue Form von Kooperation in den Kreisgremien wünschen.

Mary Fischers Kandidatur ist so gesehen auch mit einer für Hofer nicht unproblematischen Ventilfunktion gleichzusetzen. Dass ausgerechnet sie jetzt zu einer Art Speerspitze dieser Bewegung wird, kann dem wiedergewählten Kreisvorsitzenden nicht schmecken – auch wenn er seine Führungsposition behauptet hat und Fischers Attacke in einem politischen Debakel für das Mitglied des Landesvorstandes endete. Schließlich galt sie lange als enge Vertraute Hofers, er war noch vor kurzem ihr großer Förderer.

Konflikt zur Unzeit

Der aktuelle Konflikt kommt für die Freien Wähler im Landkreis wenige Wochen vor der Bundestagswahl nicht nur zur Unzeit, er zeigt auch Ansätze einer Spaltungstendenz. Da werden schnell wieder Erinnerungen wach an den Kampf zwischen Hofer und seiner parteiinternen Dauerrivalin Christine Degenhart.

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Das Miteinander – besser gesagt das Nebeneinander – der beiden in der Parteiarbeit hat neben dem Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger einst auch Juristen beschäftigt. Wenn der Landesverband die aktuellen Wogen nicht glätten kann, droht den Freien Wählern im Landkreis eine weitere Eskalation spätestens dann, wenn die Partei in nicht allzu ferner Zukunft ihre Kandidaten für die nächste Landtagswahl aufstellt. Derzeit mehren sich nicht gerade die Anzeichen für einen Nominierungsprozess mit einem hohen Maß an Geschlossenheit und Harmonie.

Schreiben Sie dem Autor: norbert.kotter@ovb.net.

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