Besitzer aus Kolbermoor geschockt

Motor eines Oldtimers geht in Flammen auf: Ford Thunderbird in Pfaffenhofen zerstört

Der Oldtimer des 29-jährigen Kolbermoorers nachdem der Brand gelöscht wurde: Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 80.000 Euro. Foto: privat
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Der Oldtimer des 29-jährigen Kolbermoorers nachdem der Brand gelöscht wurde: Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 80.000 Euro.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Solche Bilder tun jedem Oldtimer-Liebhaber in der Seele weh: In Pfaffenhofen bei Schechen ist am Donnerstagabend ein alter Ford Thunderbird in Flammen aufgegangen. Schaden: rund 80.000 Euro. Der Schock beim Besitzer sitzt tief.

Pfaffenhoffen–  Den Start in den Oktober hat sich ein 29-jähriger Mann aus Kolbermoor sicherlich anders vorgestellt. Gegen 17.30 Uhr wollte er seinen alten Ford Thunderbird aus einer gemieteten Garage in Pfaffenhofen bei Schechen fahren, als der Motor plötzlich in Flammen aufging. „Es waren fast 1,50 Meter hohe Stichflammen“, erinnert sich der 29-Jährige, der anonym bleiben möchte. Er sei sofort aus dem Auto gestiegen, habe die Feuerwehr verständigt und einen Feuerlöscher aus dem Kofferraum geholt.

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Hier ist das Feuer ausgebrochen: der Motorraum des Oldtimers. Foto: privat

Unterstützung bekam er von zwei Nachbarn. „Die beiden sind sofort ins Haus gerannt und haben ebenfalls einen Feuerlöscher geholt.“ Gemeinsam versuchten sie – bis zum Eintreffen der Feuerwehr – die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Sieben Minuten später traf die Feuerwehr Pfaffenhoffen ein. Schnell konnten die Einsatzkräfte den Brand löschen. Doch für den alten Ford Thunderbird kam jede Hilfe zu spät.

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Für den 29-Jährigen ein herber Schlag, da der Oldtimer Baujahr 1961 seit 59 Jahren im Familienbesitz ist. Seine Familie habe den Ford damals in Amerika gekauft und nach Deutschland bringen lassen. Vor zwei Jahren seien Motor, Leitungen und Schläuche neu gemacht wurden. Der Lack aber sei immer noch der Selbe wie damals. „Die Kernsanierung hat damals fast 15 000 Euro gekostet.“

EInsatzkräfte der Feuerwehr nach den Löscharbeiten. Foto: privat

Nicht verwunderlich also, dass der 29-Jährige den Oldtimer nur zu ganz besonderen Anlässen aus der Garage holte. Er spricht von Oldtimer-Treffen, hin und wieder von Hochzeiten. Dieses Wochenende wollte er seinen Wagen für eine Ausstellung zur Verfügung stellen.

Ein Mitglied der Feuerwehr begutachtet den Schaden im Motorraum. Foto: privat

Marderbiss in der Benzinleitung?

Doch statt von Interessierten auf der Ausstellung bewundert zu werden, steht der Oldtimer jetzt in einer Rosenheimer Werkstatt. Hier soll in den kommenden Tagen geklärt werden, was die Ursache für den Brand war. Der 29-Jährige vermutet, dass ein Marder die Benzinleitungen des Oldtimers durchgebissen hat. Auch die Polizei spricht in ihrem Bericht von einem „kleinen Leck in der Benzinleitung“. Zudem hätten erste Ermittlungen ergeben, dass es einen Kurzschluss in der Batterie gegeben habe.

Der Oldtimer – hier eine Aufnahme vor dem Brand – sollte am Wochenende Blickfang auf einer Ausstellung sein. Foto: privat

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Wer oder was auch immer für den Brand verantwortlich war – der Kolbermoorer ist froh, dass der Vorfall sich in der Garage ereignet hat und nicht „mitten in der Stadt, wo mir niemand hätte helfen können“. Die Traurigkeit über den immensen Schaden aber bleibt: „Man hängt ja auch mental sehr an dem Fahrzeug.“

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