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Krankenhäuser an der Leistungsgrenze

Kliniken in der Region am Limit: Rosenheim meldet „Kleeblatt-Bedarf“ an

Ein Covid-Patient in der Zentralen Notaufnahme am Romed-Klinikum Rosenheim.
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Ein Covid-Patient in der Zentralen Notaufnahme am Romed-Klinikum Rosenheim.
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  • Tanja Weichold
    Tanja Weichold
  • Markus Honervogt
    Markus Honervogt
  • Rosi Gantner
    Rosi Gantner

Die Lage an den Kliniken im südostbayerischen Raum ist prekär. Laufend werden Patienten abverlegt. Die Romed-Kliniken Rosenheim melden jetzt sogar Bedarf für das „Kleeblatt-Prinzip“ an.

Rosenheim/Mühldorf/Traunstein – Die Lage in den Kliniken im südostbayerischen Raum ist weiter kritisch. Sowohl die Romed-Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim als auch die Kliniken Südostbayern Traunstein und das Inn-Klinikum Mühldorf sind an ihren Leistungsgrenzen angelangt. Notfallszenarien werden bereits entwickelt.

Spitzenwerte überschritten

Im Rettungsdienstbereich Rosenheim sei der Spitzenwert der zweiten Welle bereits überschritten, wie Dr. Michael Städtler, Ärztlicher Leiter Krankenhauskoordinierung, betont.

Rosenheim baut Intensivkapazitäten aus

Im Romed-Klinikverbund in Stadt und Landkreis Rosenheim werden derzeit die Intensivkapazitäten weiter ausgebaut, um dem Anstieg der Patientenzahlen gewappnet zu sein. Nach den Worten von Dr. Hanns Lohner, Ärztlicher Direktor, wurden durch Umstrukturierungen auf den beiden Intensivstationen am Standort Rosenheim vier weitere Covid-Intensivbetten geschaffen und damit die Gesamtzahl der Intensivbetten auf 34 erhöht. Hinzu kommen Intensivbetten in den Romed-Häusern Bad Aibling (5), Wasserburg (6) und Prien (6) sowie „Notfallreserven“ in Rosenheim, die innerhalb weniger Tage aktiviert werden können (vier Betten). Aktuell werden im Romed-Verbund 108 Covid-Patienten behandelt, davon 16 auf Intensivstation.

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Schön-Kliniken helfen

Luft verschaffen sich die Kliniken durch Abverlegungen von Covid-Patienten. Im Fall Romed zum einen an die Schön-Kliniken in Bad Aibling und Vogtareuth, zum anderen in weiter entfernte Häuser.

Hilferuf nach „Kleeblatt-Prinzip“

Ganz aktuell hat Rosenheim zudem Bedarf für das „Kleeblatt-Prinzip“ angemeldet, in dem die Luftwaffe Patienten bundesweit abfliegt. „Wir haben einen Patienten angemeldet, der entsprechend stabil ist und invasiv beatmet wird“, erklärt Lohner. Jetzt hieße es abwarten, wann Rosenheim berücksichtigt würde.

Prekäre Lage im Landkreis Mühldorf

Ähnlich die Lage im Landkreis Mühldorf, wie sich Landrat Max Heimerl auf OVB-Anfrage äußert: „Es herrscht Konsens, dass wir die Krankenhäuser entlasten müssen.“ Dazu gehöre es, zusätzliche Kapazitäten in der Region, auch in Fach- und Reha-Kliniken, zu schaffen und auch über die Region hinaus Intensivpatienten abzuverlegen. „Im Inn-Klinikum brauchen wir diese Abverlegungen dringend, weil unsere Kapazitäten ausgelastet sind.“ Es müsse darum gehen, die Krankenhäuser so schnell wie möglich zu entlasten. Die Intensivstationen des Inn-Klinikums seien voll. Heimerl beziffert die dortige Belegung mit Corona-Patienten auf 93 Prozent. Auch die Notaufnahme sei zum Teil am Anschlag oder überlastet. „Wir wollen aber allen Patienten eine optimale Versorgung anbieten, Corona- und Nicht-Corona-Patienten“, sagt Heimerl.

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Traunstein mit weiteren Corona-Toten

Angespannt ist die Lage auch im Landkreis Traunstein, der ebenso zu den Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz über 1000 gehört (1233) und im Wochenverlauf drei Corona-Tote, einer davon im Alter von 35 Jahren, zu beklagen hatte.

An den Standorten der Kliniken Südostbayern im Landkreis Traunstein und damit in den Kliniken Traunstein und Trostberg befanden sich Stand Freitag 64 Covid-Patienten in Behandlung, davon zwölf auf Intensivstation und 52 auf Normalstation.

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