Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Kapazität bei Romed ausgeschöpft

Kliniken am Limit: Corona-Lage in der Region Rosenheim angespannt

Die Belastung auf der Covid-Intensivstation im Romed-Klinikum Rosenheim ist groß.
+
Die Belastung auf der Covid-Intensivstation im Romed-Klinikum Rosenheim ist groß.
  • Rosi Gantner
    VonRosi Gantner
    schließen

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim bleibt angespannt. Die Inzidenzen brechen alle Rekorde, sind hoch wie nie. Die Kliniken schlagen Alarm, sie sind am Limit. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft.

Rosenheim – Die Inzidenzen in der Region Rosenheim und darüber hinaus steigen weiter, insbesondere im Landkreis, der mit einer 7-Tage-Inzidenz von 484 und zuletzt 156 Neumeldungen auf die Marke 500 zusteuert (Stand 2. November). Die Stadt Rosenheim pendelt sich aktuell bei Werten um 360/370 ein.

Mühldorf bundesweiter Spitzenreiter

Der Südosten Oberbayerns bleibt weiter bundesweit an der Spitze, allen voran der Landkreis Mühldorf mit einer Inzidenz von 651, gefolgt von Miesbach (621) und Traunstein (615). Aufgrund der angespannten Situation hatten die Landkreise in der massiv betroffenen Region (Altötting, Mühldorf, Traunstein, Berchtesgadener Land, Rosenheim Stadt und Landkreis sowie Miesbach) zuletzt die Regelungen verschärft und zum 1. November die FFP2-Maskenpflicht wiedereingeführt sowie 2G in Diskotheken und Clubs (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene). Weitere Verschärfungen könnten nach der für Mittwoch, 3. November, angesetzten Sitzung des Ministerrats folgen, in der sich das bayerische Kabinett mit der Corona-Lage befasst.

Kommen weitere Verschärfungen?

Nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen beraten die südostoberbayerischen Kreise zudem über eine mögliche Verschärfung der Quarantäneregeln. Ergebnisse der Beratungen und, welche Landkreise sich der erneut schärferen Gangart anschließen, dürften am Mittwoch (3. November) bekannt werden. Die Stadt Rosenheim wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Nur so viel: Man orientiere sich an der „regionalen Situation des Infektionsgeschehens“ und handle unabhängig von Kabinettsbeschlüssen, erklärte ein Stadt-Sprecher gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

Lesen Sie auch: Die Corona-Lage in der Region Rosenheim

Niederbayerische Kreise legen vor

Die niederbayerischen kreisfreien Städte und Landkreise haben sich indes am Dienstag, 2. November, auf strengere Maßnahmen verständigt. Dazu zählen neben der FFP2-Maskenpflicht und 2G in Clubs die Verlängerung der Quarantänedauer für enge Kontaktpersonen auf zehn Tage. Vorheriges Freitesten entfällt.

Angespannte Lage in den Kliniken

Groß bleibt die Sorge in den Romed-Kliniken, wo sich aktuell 74 Covid-Patienten in stationärer Behandlung befinden, davon 15 auf Intensivstation, fünf beatmet. Weiter sind elf Covid-Verdachtsfälle auf Normalstation. Hinzu kommt, dass die akute Notfallversorgung – wie Unfallopfer, Schlaganfälle, Herzinfarkte – Ressourcen bindet. „Die Kapazitäten der Intensivstationen im Romed-Verbund sind ausgeschöpft“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. „Die Gesamtsituation ist extrem belastend. Das Personal speziell auf Intensiv ist an der absoluten Belastungsgrenze. Planbare Eingriffe müssen verschoben werden.“

Intensivpatienten werden abverlegt

Und: Es müssen weiter Intensivpatienten abverlegt werden, um der Lage überhaupt Herr zu werden. Am Wochenende konnten Patienten nach Agatharied und Vogtareuth verlegt werden. Überregionale Verlegungen seien indes sehr schwierig und nur in Einzelfällen möglich, so die Romed-Sprecherin, da die anderen bayerischen Kliniken ebenfalls stark belastet seien. Dienstag gelang Romed eine überregionale Verlegung nach Schongau.

Romed rechnet mit weiterer Steigerung

Der Klinikverbund richte sich überdies auf eine weiter wachsende Zahl an Covid-Patienten ein, so die Sprecherin weiter. Insbesondere sollen Engpässe durch Konzepte, die interne Personalumschichtungen vorsehen, abgemildert werden.

Strengere Besuchsregeln

Hinzu kommt, dass die Besuchsregeln verbundübergreifend (Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg, Prien) verschärft werden. Neu ist, dass künftig nur noch eine Besuchsperson pro Patient benannt werden kann, das Tragen von FFP2-Masken (neuwertig) verpflichtend ist und die „3G+“-Regel für Besuchspersonen gilt (Geimpfte, Genesene, PCR-getestet). Die Besuchsdauer pro Tag beträgt eine Stunde. Der Zutritt ist nur noch über den Haupteingang möglich. In klinischen Risikobereichen wie der Onkologie können die Regelungen abweichen, ebenso in den Fachbereichen Geburtshilfe, Kindermedizin und bei Palliativpatienten.

Die betroffenen Altersgruppen

Zu den Altersgruppen mit den höchsten Inzidenzen zählen nach den Erhebungen des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim zuletzt insbesondere Schüler und junge Erwachsene. Die 7-Tage-Inzidenz bei den Sechs- bis 14-Jährigen liegt in Stadt und Landkreis bei 772, bei den 15- bis 17-Jährigen bei 933. Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt die Inzidenz bei 813 (Stand 28. Oktober).

Mehr zum Thema

Kommentare