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Keine Kandidatur zu Landtagswahl 2023

Rosenheimer CSU-Abgeordneter Klaus Stöttner kehrt der Landespolitik den Rücken

Der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner
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Der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner
  • Carmen Krippl
    VonCarmen Krippl
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Der langjährige CSU-Abgeordnete Klaus Stöttner (58) wird bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr antreten. Was steckt hinter seinem überraschendem Rückzug?

Seit 2003 saß Stöttner im Maximilianeum in München, vertrat die Belange seines Stimmkreises Rosenheim-Ost mit Herzblut. Der Zeitpunkt ist überraschend, der Rückzug selbst hatte sich aber angedeutet. Als er im April eine Verjüngung des CSU-Kreisvorstandes ankündigte, hatte er die Frage zu einer erneute Kandidatur 2023 für den Landtag nicht bejaht - sondern offen gelassen.

Herr Stöttner, wie kam es zu diesem Entschluss?

Klaus Stöttner: Ich habe es meiner Rosenheimer CSU, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und dem Ministerpräsidenten diesen Donnerstag mitgeteilt. Die Frage stand für mich schon seit Weihnachten 2021 im Raum, letzte Woche habe ich dann die Entscheidung getroffen. Ich mache die Landtagsarbeit seit fast 20 Jahren und habe viel angeschoben und erreicht. Jetzt ist der Punkt, an dem ich den Staffelstab an Jüngere übergeben möchte. Ich tue das selbstbestimmt, mit einem guten Gefühl und bin sicher, dass es eine kluge Entscheidung ist. Mein Rückzug ist wohlüberlegt und ich habe den Entschluss voller Überzeugung getroffen.

Wie haben Ihre Parteikollegen reagiert?

Stöttner: Sie waren überrascht, dass ich dies bereits jetzt bekannt gebe, haben meiner Entscheidung aber großen Respekt und Anerkennung gezollt.

Was haben Sie vor nach Ihrem Leben als Landtagsabgeordneter? Sie werden sich mit 58 Jahren doch nicht zur Ruhe setzen?

Stöttner: Nein, ganz sicher nicht. Zunächst habe ich noch eineinhalb Jahre als Landtagsabgeordneter vor mir. Hier möchte ich noch einiges bewirken. Dann bin ich 60 und habe hoffentlich noch einige gesunde Jahre vor mir, in denen ich weiter unternehmerisch tätig sein werde. Außerdem möchte ich etwas mehr Zeit für meine Familie und Freunde haben. Konkrete Pläne habe ich aber noch nicht. Wer weiß, was noch kommt.

Wenn Sie an Ihre 20 Jahre im Landtag zurückdenken – was waren Ihre Herzensprojekte?

Stöttner: Ganz sicher die großartige Entwicklung der Technischen Hochschule Rosenheim. Hier habe ich als Kuratoriumsvorsitzender vieles angeschoben und so manche wichtige finanzielle Förderung wäre ohne mich nicht zustande gekommen. Auch der Bau der neuen Wendelsteinwerkstätte der Caritas vor den Toren der Stadt Rosenheim wäre nicht möglich gewesen. Aktuell ist mir das Chiemseer Verkehrsprojekt „Rosi“-Mobil sehr wichtig gewesen, das Alt und Jung mehr Mobilität im ländlichen Raum gibt.

Nun werden sich Ihre potenziellen Nachfolger in Stellung bringen. Wer hat hier die besten Chancen?

Stöttner: Das müssen die Delegierten entscheiden. Mein langjähriger politischer Wegbegleiter, Kreisverbandskollege und 2. Bürgermeister der Stadt Rosenheim, Daniel Artmann, wäre eine sehr gute Wahl: Top-Ausbildung, politische Erfahrung, erfolgreich im Beruf, bestens politisch vernetzt. Aber, wie gesagt, die Entscheidung liegt bei den Delegierten.

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