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Kampf gegen die Pandemie

Kinderimpfungen gegen Corona in der Region: „Der Bedarf ist da“

Mit dem Plüsch-Dino als Impfbegleiter: Die Covid-Schutzimpfungen für Kinder laufen nun auch in Rosenheim an. Foto: dpa
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Mit dem Plüsch-Dino als Impfbegleiter: Die Covid-Schutzimpfungen für Kinder laufen nun auch in Rosenheim an.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Auch in der Region Rosenheim können nach der Empfehlung der Stiko nun Kinder von fünf bis elf Jahren gegen Corona geimpft werden. Die Stadt Rosenheim spricht von einer beachtlichen Nachfrage am Impfzentrum. Und auch Ärzte erhalten verstärkt Nachfragen.

Rosenheim – „Die Nachfrage ist da“, sagt Otto Laub, und damit kurz vor Weihnachten auch noch eine Menge Arbeit. Seit kurzem können Kinder auch mit Empfehlung der Stiko gegen Covid-19 geimpft werden, und heute steigt der Kinderarzt in die Impf-Aktion für die Fünf- bis Elfjährigen ein.

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„Eine Generalprobe“, sagt Laub, schließlich gilt es, neue Routinen einzuüben. Kinder impfen sei anders, schon wegen des größeren Aufklärungsbedarfs. Er befürwortet die Impfung, aus verschiedenen Gründen.

Kinder erkranken seltener schwer, können aber auch unter Nachwirkungen leiden. Und Laub lässt auch soziale Gründe gelten. Etwa, wenn Eltern die Großeltern vor einer Infektion ausgerechnet durch die Enkel schützen wollen. Oder als Familie wieder so weit wie derzeit möglich am Leben teilnehmen wollen. Je mehr Kinder geimpft seien, desto sicherer könnten auch die Schulen geöffnet bleiben. „Kinder und Jugendliche leiden am meisten unter dem Lockdown“, sagt Laub.

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Insgesamt stehen 80 bis 90 Kinder bereits auf seiner Terminliste. Risiken sieht er keine. In den USA und Israel seien mittlerweile vier Millionen Kinder geimpft, „dramatische Nebenwirkungen wurden nicht registriert“. Vom Warten auf einen Omikron-spezifischen Impfstoff rät er ab. „Das kann bis zum Hochsommer dauern, und dann sind wir zu spät dran, um die fünfte Welle zu verhindern.“

Hunderte Nachfragen im Impfzentrum

Auch im Impfzentrum registriert man Interesse an Impfungen für Kinder. „Es sind bisher circa 400 Anfragen eingegangen“, meldet Thomas Bugl, Sprecher der Stadt, die Termine seien auch schon dementsprechend vergeben. „Die Zahl ist beachtlich“, findet Bugl.

Für die Zeit nach den Weihnachtsferien soll es dann Sonderimpftage auch an Schulen in der Stadt Rosenheim geben. Bereits am Montag wird in den beiden Berufsschulen geimpft.

Insgesamt erweise sich auch der Aufwärtstrend bei der Impfkampagne insgesamt „stabil“, sagt Bugl.

Viele Menschen lassen sich – offenbar auch durch die Regelverschärfungen motiviert – nun schützen, der Anteil der Erstimpfungen liege bei 10 bis 15 Prozent.

Stadt rät: Für Impfzentrum unbedingt Termine vereinbaren

Seit Beginn der Woche sind auch die Kapazitäten in der Inntalhalle wieder nutzbar, an insgesamt 15 Impfstraßen könnten bis zu 1600 Impfungen täglich vorgenommen werden. Gerade bei Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren sollen aber unbedingt Impftermine vereinbart werden, appelliert Bugl an die Eltern, da ansonsten mit langen Wartezeiten zu rechnen sei. „Dies könnte gerade in der kalten Jahreszeit zu vermeidbaren Erkältungskrankheiten führen.“

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Einen Appel will aber auch Otto Laub loswerden. Viele Menschen vereinbarten parallel Termine im Zentrum und in der Praxis, sagten dann aber im Falle einer Impfung auf der Loretowiese in der Praxis nicht ab. „Da ist die Kommunikation nicht gut“, sagt Laub - die Mehrfachtermie verursachten so eine Menge Mehrarbeit.

Mittlerweile habe sich auch die Zurückhaltung vor Moderna weitgehend gelegt, sagt Bugl. Die Akzeptanz sei mittlerweile gut. Ebenso wie offenbar der Nachschub. Die im Impfzentrum eingehenden Liefermengen entsprechen weitgehend den Bestellmengen, heißt es von Seiten der Stadt. Noch vor zwei Wochen hatte das Impfzentrum Sonderimpftage abgesagt, nachdem die gelieferten Mengen krass unter dem Umfang der Bestellungen geblieben waren.