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Zustellerin (53) aus dem Inntal vor Gericht

Handel mit Vogelpräparaten: Hat die Angeklagte das Washingtoner Artenschutzabkommen verletzt?

Das Washingtoner Abkommen regelt den Verkauf von Tierpräparaten.
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Das Washingtoner Abkommen regelt den Verkauf von Tierpräparaten.
  • VonTheo Auer
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Ausgestopfte Tier im Internet zu kaufen, ist mit Risiken verbunden. Das Washingtoner Artenschutzabkommen legt genau fest, welche Tiere gehandelt werden dürfen. Unwissenheit schützt hier auch nicht vor einem Vergehen.

Kiefersfelden – Seit fast 50 Jahren gibt es das Washingtoner Artenschutzabkommen. Darin sind der Besitz und der Handel von Wildtieren geregelt und weitgehend unter Strafe gestellt. Das gilt auch für Tierpräparate von Tieren, die der freien Wildbahn entnommen sind.

Strenge Auflagen zum Handel

Nur wenn die Tiere nachweislich aus Züchtungen stammen, können sie lebend oder als Präparate besessen oder gehandelt werden. Kann dies nicht nachgewiesen werden, ist ein Handel illegal.

Ein besonderer Fall mit Tierpräparaten stand bei Richter Martin Neidhardt zur Verhandlung an: Der Lebensgefährte der Angeklagten, eine 53-jährige Zustellerin aus dem Inntal, hatte bei Ebay Vogelpräparate zum Verkauf angeboten. Darunter zwei Falken. Laut Ebay Beschreibung verfügten die Exemplare über sogenannte „Cites-Papiere“, welche deren Herkunft bestätigt und sie zum Handel freigegeben.

Nun sollte die Angeklagte die Präparate nicht wirklich kaufen. Die 53-Jährige sollte lediglich mitbieten und den Preis nach oben treiben. Offiziell hatte sie, mangels Mitbewerbern, die Tiere dann erworben. Die freilich anschließend sofort wieder zum Verkauf eingestellt worden waren.

Vogel in die Schweiz verkauft

Ein Vogeltierpräparat ging in die Schweiz, so Verteidiger Michael Vogel. Er wandte ein, dass selbstverständlich die entsprechenden Unterlagen mit dem Präparat mit verkauft worden seien. Der neue Eigentümer habe ein Recht auf diese Legitimation gehabt.

So handelte es sich anscheinend nur noch um ein illegales Tierpräparat. Nach Rücksprache mit dem Staatsanwalt und der Verteidigung beschloss der Vorsitzende Richter Martin Neidhardt, das Verfahren nach Paragraf 153 StGB wegen geringer Schuld und einer Geldauflage von 500 Euro einzustellen.

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