Ab 1. Oktober ist Schluss

A93 und A8: Keine Verlängerung für Corona-Teststationen an Heuberg und Hochfelln

Test bei der Rückkehr: Ein Mitarbeiter von Eurofins nimmt mit einem Schutzanzug an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 (A93) an der Rastanlage Inntal-Ost einen Abstrich. Foto: dpa
+
Die Teststation an der A93 (Rastplatz Heuberg): Dort wird am 30. September der vorerst letzte Coronatest genommen. Foto: dpa

Feierabend um Mitternacht am 1. Oktober: Die Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen sind erst einmal Geschichte. Doch möglicherweise gehen sie in den Herbstferien schon wieder in Betrieb.

Rosenheim/Siegsdorf – (dpa/lby) - Ungeachtet hoher Corona-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe. Schon an diesem Donnerstag (1. Oktober) werden dort keine Tests mehr angeboten. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch (30. September) mit.

Die Staatsregierung bleibt also bei ihrem Beschluss vom 8. September. Zuletzt hatte sie wegen der Corona-Zahlen in Österreich und Tschechien noch eine Verlängerung erwogen, sich aber nun doch dagegen entschieden.

Laborkapazitäten sollen anderweitig genutzt werden

«Beim Infektionsgeschehen in Bayern ist der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zur Begründung. Gleichzeitig sei der Reise- und Urlaubsverkehr, der traditionell zu den Sommerferien seinen Höhepunkt habe, vorbei.

Lesen Sie auch:

Corona-Regeln und Quarantäne-Verordnung: Verunsicherung in Kiefersfelden und Kufstein

Corona-Tests an den Autobahnen – vom Start bis zur Panne

«Wichtig ist bei dieser Entscheidung auch die Erkenntnis, dass sich Neuinfektionen in Bayern vor allem regional neu entwickeln», erklärte Huml. Die vorhandenen Laborkapazitäten sollen deshalb nun anderweitig genutzt werden. «Um nun Test- und Laborressourcen passend umschichten zu können, bleibt es daher beim planmäßigen Ende des Testangebotes für Reiserückkehrer», sagte Huml.

Testbetrieb wieder in den Herbstferien?

Das Kabinett hatte beschlossen, die freiwerdenden Testkapazitäten «bedarfsorientiert» etwa für die kommunalen Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung zu stellen.

Lesen Sie auch:

Ein Jahr voller Freude und Leid: Ende September 2019 wurde die A94 eröffnet – Streit geht weiter

Coronavirus an zwei Grundschulen im Landkreis Rosenheim – Ausbruch bei Feier in Feilnbach

Schluss ist nicht nur für die Autobahn-Teststationen an den Raststätten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). Auch für die Teststationen an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie am Zentralen Omnibusbahnhof in München gibt es keine Verlängerung. Der Betrieb an den Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen soll dagegen wie vorgesehen erst einmal weiterlaufen, und zwar zunächst bis zum 15. Oktober. Dem Vernehmen nach könnte in den bayerischen Herbst- oder Winterferien der Testbetrieb an den Autobahnen aber wieder aufgenommen werden.

Etwas mehr als ein Prozent der Tests positiv

Huml bezeichnete die Teststationen, die im Sommer zwischenzeitlich wegen einer schweren Panne für Schlagzeilen gesorgt hatten, als Erfolg. «Unser Testangebot für Reiserückkehrer hat sich als wichtiger Faktor in der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Bayern erwiesen», sagte sie. 669.000 Tests seien durchgeführt worden - und 7700 Menschen hätten dadurch von ihrer Corona-Infektion erfahren. «Damit konnten sie auch andere Menschen vor einer Ansteckung schützen.»

Noch am Wochenende hatten sich zeitweise lange Staus vor der Teststation auf der A 93 gebildet. Nach der Einstufung von Tirol als Risikogebiet gab es dort lange Wartezeiten für die Reiserückkehrer, die sich auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen wollten.

Der mit Abstand größte Teil der Tests erfolgte an den Autobahnen. Von knapp 403.000 Tests waren dort 4560 positiv - also rund 1,1 Prozent. Von 205 000 Testes an den Flughäfen waren 2411 positiv (1,2 Prozent).

Kommentare