Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Keine Eintrübung der Konjunktur

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Stadt und im Landkreis Rosenheim im Januar auf. Grafik Arbeitsagentur
+
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Stadt und im Landkreis Rosenheim im Januar auf. Grafik Arbeitsagentur

Im Januar ist die Arbeitslosenquote in der Stadt und im Landkreis Rosenheim im Vergleich zum Vormonat deutlich angestiegen. In der Stadt schnellte die Marke von 5,0 auf 5,8 Prozent empor, im Landkreis von 2,7 auf 3,3 Prozent.

Rosenheim - Der Trend im Landkreis ist identisch mit der Entwicklung im gesamten Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur in Rosenheim, zu der neben der Stadt und dem Landkreis Rosenheim auch die Landkreises Miesbach und Bad Tölz- Wolfratshausen gehören. Hier hat sich die Quote von 3,0 auf 3,7 Prozent erhöht. Während die Beschäftigungslosigkeit im gesamten Bezirk und im Landkreis Rosenheim exakt dem Wert des Vergleichsmonats im Vorjahr entspricht, hat sich die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Rosenheim im Vergleich zum Januar 2014 erhöht. Damals betrug die Quote 5,6 Prozent.

Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Arbeitsagentur, zeigt sich von der Entwicklung "nicht überrascht". Bereits im Dezember hätten sich viele Beschäftigte, insbesondere in witterungsabhängigen Berufssparten, arbeitslos gemeldet. "Viele von ihnen hatten eine Wiedereinstellungszusage von ihrem bisherigen Arbeitgeber mit dabei", verweist Cujai darauf, dass die Gründe für den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Wesentlichen saisonal bedingt seien. Insgesamt waren im Januar im Gesamtbezirk 10322 Menschen ohne Arbeit gemeldet, im Dezember waren es noch 8513. 1925 Arbeitslose gibt es in der Stadt Rosenheim, 4417 im Landkreis. Stadt und Landkreis zusammengerechnet, ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Im Dezember lag sie bei 3,2 Prozent.

Von den saisonalen Einflüssen waren nach Auskunft von Cujai die Männer deutlich stärker betroffen als die Frauen. Bei den Männern stieg die Quote um einen Prozentpunkt, bei den Frauen nur um 0,3 Prozentpunkte. Stadt und Landkreis Rosenheim zusammengenommen, bedeutet dies konkret, dass der Anteil der Männer an den Arbeitslosen bei 58,0 Prozent liegt.

Die Agenturchefin geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im Februar sicher weiter ansteigt, auch im März könnte es nochmals einen Anstieg geben. Das hänge auch vom Wetter ab. Dennoch: "Wirtschaftliche Eintrübungen sind nicht erkennbar", so das positive Fazit Cujais. Sie ist überzeugt, dass die Zahl der Beschäftigungslosen wieder sinkt, sobald das Frühjahr einsetzt.

Von den Arbeitslosen im gesamten Agenturbezirk sind 960 unter 25 Jahre alte, 2330 gehören zur Altersgruppe der über 55-Jährigen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt bei rund 2000. Dieser Gruppe will die Arbeitsagentur heuer besondere Aufmerksamkeit widmen. Die Langzeitarbeitslosen profitierten noch nicht in dem Maße von der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wie andere Gruppen, die von der Statistik erfasst werden. "Wir müssen versuchen, Barrieren abzubauen", sagt Cujai. Sie will Firmen als Partner gewinnen, die bei der Personalauswahl nicht ausschließlich betriebswirtschaftliche, sondern auch soziale Aspekte berücksichtigen.

Quote bei über

sieben Prozent

Mit einem Blick in die Statistik untermauert die Arbeitsagentur ihre Einschätzung, dass sich die Arbeitslosigkeit in der Region trotz des deutlichen Anstiegs im Januar auf einem niedrigen Niveau bewegt. 2005 lag die Quote im Januar bei 7,2 Prozent, im Jahr 2006 bei 7,3 Prozent. tt

Kommentare