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Geben wir 2023 den Chancen in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Chance

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Von: Norbert Kotter

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Musterschießen der Firma Comet Feuerwerk vor Silvester
Mit dem Feuerwerk zu Silvester lassen sich die Sorgen der Menschen nicht wegballern. © Lars Klemmer

Sorgen und Hoffnungen der Menschen begleiten den Jahreswechsel in Stadt und Landkreis Rosenheim. Norbert Kotter, stellvertretender Redaktionsleiter der OVB-Heimatzeitungen, sieht Grund für Optimismus.

2022 war ein Jahr mit vielfältigen Herausforderungen. Als die Geißel Corona ihren Würgegriff allmählich lockerte, brach der Ukraine-Krieg aus. Angezettelt von einem Aggressor in Moskau, dem Vernunft und jede Spur von Menschlichkeit abhandengekommen sind. Bundeskanzler Olaf Scholz spricht von einer Zeitenwende.

Sorge vor sozialem Abstieg

-Stellvertretender Redaktionsleiter Norbert Kotter
Stellvertretender Redaktionsleiter Norbert Kotter. © Schlecker

Energiekrise, ein gigantischer Inflationsschub, der die Sorge vor sozialem Abstieg nährt, Flüchtlingsströme und die Furcht vor einer Ausweitung der Kämpfe innerhalb Europas – alles Folgen des Wahnsinns, die auch in der Region deutlich spürbar sind. Diese Befürchtungen lassen sich nicht einfach mit Feuerwerkskörpern wegballern, die um Mitternacht zur Begrüßung des neuen Jahres in den Nachthimmel steigen.

Keine „Lieferengpässe“

Jetzt in Starre zu verfallen und Pessimismus freien Lauf zu lassen, wäre der falsche Weg. Auch wenn im Moment wenig dafür spricht, dass das schreckliche Blutvergießen in der Ukraine ein kurzfristiges Ende findet. Ein Hoffnungsschimmer: Solidarität und ehrenamtliches Engagement blieben in ihrer Vielfalt neben unseren sozialen Sicherungssystemen der wichtigste gesellschaftliche Kitt in Stadt und Land. Es gab glücklicherweise keine „Lieferengpässe“.

Schwächere auffangen kann nur, wer dazu wirtschaftlich in der Lage ist. Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, muss mit Blick auf den Klimaschutz deshalb eine wichtige Prämisse sein. Aktivisten, die sich auf den Straßen festkleben und durch ihr Handeln zu Straftätern werden, sind keine Vorbilder und dienen diesem Ziel sicher nicht. Daran ändert auch vereinzelter Beifall seitens der evangelischen Kirche in Bayern nichts.

Viele Aktiva machen Mut

Glücklicherweise weist die Jahresbilanz in Stadt und Land viele Aktiva aus, die Mut machen. Die Schönheit der Landschaft, die zu wesentlichen Teilen von den Bauern erhalten wird und ein wichtiger Baustein für den Erfolg unserer Tourismusregion ist; die großteils mittelständische Struktur der Wirtschaft, die sich wieder einmal als wesentlicher Stabilitätsfaktor in der Krise erwiesen hat; die hohe Qualität der medizinischen Versorgung und das umfangreiche Bildungsangebot als elementarer Grundstein für einen erfolgreichen Weg in die Zukunft – nur ein paar aus der langen Reihe der als Beleg dienenden Einzelbeispiele.

Anleihe bei Victor Hugo

Nehmen wir uns zum Jahreswechsel eine Anleihe bei dem französischen Schriftsteller und Politiker Victor Hugo, der 1885 in Paris starb und einmal gesagt hat: „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ Geben wir den Chancen, die uns 2023 bietet, eine Chance! In diesem Sinne: Ein gutes neues Jahr!

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