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Kann die Überlastung der Kliniken noch verhindert werden?

Inzidenzen-Schock und schärfere Corona-Regeln: Impfkampagne springt in der Region wieder an

Stau vorm Testzentrum: Wie auch beim Impfzentrum rät die Stadt dazu, sich vorher anzumelden. Foto Schlecker
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Stau vorm Testzentrum: Wie auch beim Impfzentrum rät die Stadt dazu, sich vorher anzumelden.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Es gibt eine gute Nachricht inmitten der vierten Welle der Corona-Epidemie: Die Impfkampagne in der Region Rosenheim scheint Fahrt aufzunehmen. Allerdings womöglich zu spät, um eine Überlastung der Kliniken zu verhindern.

Rosenheim – Die Zahl der Impfungen geht wieder nach oben. Das ist eine gute Nachricht, der die schlechte sogleich folgt: Auch durch die steigenden Zahlen im Impfzentrum wird sich eine Verschärfung der ohnehin kritischen Lage in der Gesundheitsversorgung kaum mehr vermeiden lassen. Denn kaum ein Tag vergeht ohne neue Rekorde bei den Inzidenzzahlen. Die Höchststände - in der Stadt Rosenheim lag die Inzidenz heute (Montag, 15. November) bei 585,8, im Landkreis gar bei 708,8 - werden sich erfahrungsgemäß erst in ein bis drei Wochen in den Krankenhäusern und in ihren Intensivstationen niederschlagen.

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Es liegt wohl am Schock der hohen Inzidenzen und an den verschärften Corona-Regeln. Seit der vergangenen Woche zeigt sich ein deutlicher Anstieg in der Zahl der Impfungen. Insgesamt ging die Zahl der Impfungen im Impfzentrum in sieben Tagen um 58 Prozent nach oben.

Viele Menschen, die mit ihrer Impfung gezögert hatten, denken nun um: Die Zahl der Erstimpfungen stieg nach Auskunft der Stadt um 55 Prozent von 890 auf 1381 Impfungen in der Woche. Die Zahl der Auffrischungsimpfungen verdoppelte sich, von 1018 auf 2100.

„Man kann auch kurzfristig im Impfzentrum selbst einen Termin erhalten“, sagt Christian Schwalm, Sprecher der Stadt Rosenheim.

Anmeldung hilft gegen Wartezeiten

Aber er erneuert auch den wie ein Mantra wiederholten Tipp: Wer sich vorher bei Bayimko ( www.impfzentren.bayern.de ) anmelde und einen Termin geben lasse, könne unnötige Wartezeiten vermeiden. Wer mit der Anmeldung online nicht zurecht komme, könne sich auch über die Hotline unter Telefon 08 031/ 365 88 99 einen Termin geben lassen.

Impfzentrumsleiter Hans Meyerl versichert, dass man nach der Registrierung nicht lange auf Termine warten müsse, „die Kapazitäten sind da“.

Das Romed-Klinikum an seinen Grenzen

Das Impfzentrum ist derzeit wieder jeden Tag geöffnet, und zwar von 8 bis 17 Uhr, am Donnerstag sogar bis 21 Uhr.

Da derzeit aber ein gutes Drittel der Impfkandidaten ohne Anmeldung ins Zentrum komme, ließen sich Verzögerungen nicht vermeiden, sagt Meyerl. Lange Staus bildeten sich gestern auch vorm Testzentrum auf der Loretowiese.

Beachtlicher Aufwärtstrend: Die Zahlen der Impfungen im Impfzentrum und dazu der Hausärzte steigen wieder.

Derweil stauen sich auch die Patienten im Romed-Klinikum. Gestern wurden 106 Menschen mit Covid-19 behandelt, 21 davon auf der Intensivstation. 13 Patienten waren als Verdachtsfälle gemeldet, davon einer auf der Intensivstation.

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Damit ist die Lage weiterhin angespannt. Wie schon in den vergangenen Wochen müssen immer wieder Patienten in Krankenhäuser in weniger betroffenen Gebieten verlegt werden.

Auch viele Hausärzte berichten von eine, Ansturm der Patienten. „Unfälle oder schwere Erkrankungen sollte man derzeit vermeiden“, sagt Dr. Florian Bonke, Allgemeinarzt mit Corona-Schwerpunktpraxis im Inntal – zu sehr seien die Hausärzte derzeit mit Covid-19-Patienten ausgelastet. Er und viele weitere Kollegen appellieren an die Zögerlichen, sich impfen zu lassen.

Ab Dienstag gelten schärfere Regeln

Währenddessen reagieren Behörden und Einrichtungen mit weiteren Verschärfungen der Corona-Regeln. So gilt ab Dienstag die so genannte 2-G-Regel für die Gastronomie. Diese Regel betreffe die Gastronomie drinnen, bestätigte eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums, „2 G gilt nicht nicht für die Außengastronomie“. 

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