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Aktiv in Rosenheim und Bad Aibling

In unruhigen Zeiten gegründet: Milcherzeuger-Gemeinschaft blickt auf 50 Jahre zurück

Ehrengäste im Saal des Gasthofes Höhensteiger (vorne von links) Landrat Otto Lederer, Bezirksrat Sebastian Friesinger, zweiter Bürgermeister der Stadt Rosenheim Daniel Artmann und Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner.
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Ehrengäste im Saal des Gasthofes Höhensteiger (vorne von links) Landrat Otto Lederer, Bezirksrat Sebastian Friesinger, zweiter Bürgermeister der Stadt Rosenheim Daniel Artmann und Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner.

Zahlreiche Gäste feiern das Jubiläum im Gasthof Höhensteiger in Westerndorf St. Peter.Die Milcherzeugergemeinschaft Rosenheim-Bad Aibling besteht 50 Jahre. Blick auf die unruhige Gründerzeiten und in die Zukunft.

Rosenheim/Bad Aibling – „Gemeinsam seid ihr stark, so stark, wie man auch innerhalb der Familien sein kann, wenn es um die Zukunftsgestaltung geht“ – mit diesen Worten begann die Bayerische Milchkönigin Veronika Gschoßmann aus Kühbach ihr Grußwort anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Milcherzeugergemeinschaft Rosenheim-Bad Aibling (MEG).

Zum Festabend konnte MEG-Vorstandsvorsitzender Philipp Moosner zahlreiche Ehrengäste aus den Reihen der Politik, des Bauernverbandes, der Banken, der MEG-Nachbarn unter dem Dach der Bayern-MEG, des Maschinenringes, weiterer landwirtschaftlicher Organisationen und ganz besonders der Molkereien im Saal des Gasthofes Höhensteiger in Rosenheim-Westerndorf St. Peter begrüßen.

Genusskiste für Kabarettisten Matthias Kellner (Mitte) mit MEG-Geschäftsführerin Katharina Zuckriegl und Vorstandsvorsitzender Philipp Moosner

Landrat Otto Lederer: „Wir brauchen die Familienbetriebe“

Landrat Otto Lederer: „Seit 50 Jahren üben 575 Betriebe, das sind 40 Prozent der Milchbetriebe im Landkreis Rosenheim, den Schulterschluss, deswegen bin ich weiter zuversichtlich, dass unsere Familienbetriebe auch fortan zusammen mit der guten Ausbildung an der Rosenheimer Landwirtschaftsschule ein Garant für die Zukunft sind“.

„Bauernverband war wichtiger und streitbarer Partner“

Markus Seemüller von der Bayern MeG erinnerte daran, dass der sogenannte Weidinger Milchkrieg zur Gründung der MEG-Genossenschaften führte.

MEG-Geschäftsführerin Katharina Zuckriegl (von links) mit Vorstandsvorsitzender Philipp Moosner und die Bayerische Milchkönigin Veronika Gschoßmann.

„Die Unruhen entstanden, als der Richtpreis für die damals noch gemachten Einzelverträge gesenkt wurde und zeitgleich die Molkerei-Aktionäre hohe Gewinne machten. Daraus entwickelte sich das Aktionsbündnis Gerechter Milchpreis. Ein wichtiger, auch streitbarer Partner in all den unruhigen Jahren mit vielen Wechseln zwischen Abnehmern und Lieferanten war der Bayerische Bauernverband mit seinen Obmännern“, so Seemüller.

Bisher sieben Vorsitzende der MEG Rosenheim – Bad Aibling

Am 28. Februar 1972 wurde die MEG Rosenheim-Bad Aibling gegründet.. Noch im selben Jahr fanden im Rosenheimer Eisstadion die ersten Wahlen statt.

Wie Vorstandsvorsitzender Philipp Moosner informierte, wurde Johann Mayer zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ihm folgten Wilhelm Lindl, Balthasar Maier, Eduard Wierer, Johann Baumann und Johann Bauer. Moosner ist seither der 7. MEG-Vorsitzende.

Stetig gestiegen sind die Zahlen der Mitglieder und der von ihnen erzeugten Milchmengen. Aufgrund von Molkerei-Veränderungen verteilen sich bisher im heurigen Jahr 2022 von 575 aktive Lieferanten und 620 Mitgliedern 188 Millionen Kilogramm auf die Molkereien Bauer, Meggle, Bergader, Alpenhain, Andechs Bio und MVS (Sternenfair).

„Bei einem vorläufig geschätzten Milchpreis von 52,5 Cent je kg für 2022 und einem derzeitigen Preis von 60 Cent ist es unser Ziel, in Zeiten der Kaufzurückhaltung den Preis zu halten. Ab 1. Januar 2023 werden wieder neue Mehr-Jahres-Verträge mit den Molkereien eingegangen werden“, so Philipp Moosner abschließend.

Das Jubiläum nutzte die MEG Rosenheim-Bad Aibling auch für Heiterkeit. Für diese sorgte Kabarettist Mathias Kellner.

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