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„Ja-Wort“ am 2.2. und 22.2.22

Hochzeit am Schnapszahl-Datum: Wie beliebt ist sie in der Region Rosenheim?

Die magische Ziffer 2 ermutigt zahlreiche Paare im Landkreis Rosenheim zur Hochzeit.
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Die magische Ziffer 2 ermutigt zahlreiche Paare im Landkreis Rosenheim zur Hochzeit.
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  • Heike Duczek
    Heike Duczek
  • Heidi Geyer
    Heidi Geyer
  • Nicolas Bettinger

Es sind zwei Daten, die wie gemacht sind fürs Heiraten: Sowohl am 2. als auch am 22. Februar 2022 muss sich das Ehepaar nur eine Ziffer merken, um sich an den besonderen Tag zu erinnern. Allen Umständen zum Trotz sorgen daher zahlreiche Paare für Andrang in den Standesämtern im Landkreis Rosenheim.

Rosenheim – Ausgebucht ist schon lange der 2.2.22 im Standesamt Wasserburg: „Drei Hochzeiten, mehr geht nicht“, sagt Mitarbeiterin Franziska Edlmann. Für den zweiten „Top-Termin“ am 22.2.22 gäbe es zwar bisher nur eine Anmeldung. „Aber es ist ja noch Zeit – für Kurzentschlossene.“

Wasserburger Standesamt belegt

Grundsätzlich lieben die Heiratswilligen solche Termine mit Schnapszahlen, die in der Regel dafür sorgen, dass der Hochzeitstag nicht so schnell vergessen wird. Das Jahr 2021 hatte hier auch einiges zu bieten, erinnert sich Edlmann. Zum Beispiel der 21.12.21, eine Zahlenkombination nur mit den Ziffern 2 und 1. Fünf Brautpaare wagten an diesem Tag in der Innstadt den Bund fürs Leben, die Stadt machte eine Ausnahme, denn die Nachfrage war so groß.

Das ist im Februar in der Regel nicht so, berichtet das Standesamt. Denn der graue Wintermonat ist nicht beliebt bei Brautpaaren, der Wonnemonat Mai schon eher. Genauso auch der adventlich strahlende Dezember, in dem viele auch aus einem nicht so romantischen Grund heiraten: um die Steuervorteile noch mitzunehmen. Für den 22.12.22 liegen daher im Standesamt Wasserburg schon die ersten Anfragen vor.

In Rosenheim ist der Andrang für die beiden leicht zu merkenden Daten überschaubar, wie Christian Schwalm, Presssprecher der Stadt Rosenheim, bestätigt: „Das hängt stark mit dem betreffenden Wochentag zusammen.“ Am Beispiel des 2. und 22. Februars ließe sich das sehr deutlich zeigen. Denn die beiden Daten fallen auf einen Dienstag und Mittwoch. Dementsprechend sind nur drei Trauungen für die beiden Tage angemeldet. Für das Rosenheimer Standesamt ist das „kein großer Andrang“, zumal seit dem Jahr 2016 neben dem Trauungssaal in Westerndorf St. Peter und im kleinen Rathaussaal auch die Städtische Galerie, das Städtische Museum oder das Holztechnische Museum für Hochzeiten genutzt werden können. Stehen genügend Räume zur Verfügung, seien somit bis zu zehn Trauungen am Tag in der Stadt Rosenheim möglich.

Im Markt Bruckmühl spielen besondere Terminierungen für standesamtliche Hochzeiten laut der Verwaltung eine untergeordnete Rolle. Dass nun am 2. Februar eine und am 22. Februar sogar zwei Hochzeiten dort stattfinden, ist demnach ungewöhnlich viel. Das Standesamt Bruckmühl erwartet 2022 ein normales Hochzeitsjahr. Auch im Vorjahr sei die Nachfrage trotz Corona gewöhnlich verlaufen.

Fraueninsel am Chiemsee für Hochzeiten beliebt

Äußerst beliebt bei Hochzeitspaaren ist die Fraueninsel (Chiemsee). Für den 22. Februar sind dort drei Trauungen angemeldet. Nachdem viele Paare auf die Insel wollen, um den Bund des Lebens zu schließen, ist man Andrang gewöhnt und sieht es dort eher nüchtern. „Wir werden im Februar nicht gerade überrannt“, heißt es auf Anfrage im Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn, die für die Gemeinde Chiemsee zuständig ist.

Zwei Hochzeiten am 22. Februar sind derzeit in Prien geplant. Ob das Datum bewusst oder zufällig gewählt wurde, bleibt unklar.

Gar nicht witzig oder originell finden offensichtlich Paare in Grassau die beiden besonderen Datumsangaben: Dort ist keine einzige Hochzeit im Terminkalender, wie Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mitteilte.

In Kolbermoor halten sich die Anfragen nach Hochzeitsterminen in diesem Jahr generell noch in Grenzen. Das gilt auch für die besonderen Termine. Laut dem dortigen Standesamt findet hier am 2. Februar und am 22. Februar lediglich eine standesamtliche Hochzeit statt. Aber auch was Anfragen für das gesamte Jahr 2022 angeht, mache sich die Corona-Pandemie und damit eine spürbare Zurückhaltung bemerkbar.

Ein ähnliches Ergebnis ergab eine Nachfrage bei der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Weder am 2. noch am 22. Februar gab es dort bislang Hochzeitsanmeldungen. Im Normalfall finden die meisten standesamtlichen Hochzeiten in Feldkirchen-Westerham an Freitagen statt, in diesem Jahr gibt es jedoch insgesamt erst wenige Anmeldungen.

Valentinstag als „Startschuss“?

In der Gemeinde Bad Feilnbach wird sich am 2.2.22 kein Paar das Jawort geben, für den 22. Februar sind immerhin zwei Trauungen angemeldet. Laut dem Standesamt ist die Corona-Pandemie noch deutlich spürbar, normalerweise seien die besonderen Terminierungen schon sehr beliebt.

Diese Begründung kennt man auch im Standesamt von Bad Aibling. Am 2. Februar wird in der Kurstadt ein Brautpaar heiraten, am 22. Februar sind drei Trauungen geplant. Allerdings sei die bisher eher geringe Nachfrage nicht ungewöhnlich, da die „Eheschließerei“ meist erst ab dem Valentinstag so richtig Fahrt aufnehme, heißt es aus der Kurstadt.

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