Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


PROZESS BEGINNT AM DIENSTAG, 3. AUGUST

Hinterrücks auf seine Frau (51) eingestochen? Rosenheimer wegen versuchten Mordes vor Gericht

Mehrere Anwohner hatten Notrufe abgesetzt. Die Polizei rückte schließlich mit einem Großaufgebot an.
+
Mehrere Anwohner hatten Notrufe abgesetzt. Die Polizei rückte schließlich mit einem Großaufgebot an.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
    schließen

Er war laut Anklage in die Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Frau (51) in Rosenheim eingedrungen und hatte dort brutal auf sie eingestochen und sie schwer verletzt. Ab Dienstag muss sich ein 54-jähriger Mann in Traunstein nun wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Traunstein/Rosenheim – Wegen versuchten Mordes an seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau (51) muss sich ein ursprünglich aus Bosnien-Herzegowina stammender Rosenheimer (54) ab Dienstag, 3. August, um 9 Uhr vor dem Schwurgericht Traunstein verantworten. Der Mann war gemäß Anklage am 20. Februar mittels heimlich nachgemachtem Schlüssel in die Wohnung eingedrungen. Mit einem Messer soll er die Frau in der Küche angegriffen und ihr mehrere Messerstiche versetzt haben.

Lesen Sie auch: Mithäftling in JVA Bernau erwürgt: Landgericht spricht Urteil über 28-Jährigen

An jenem Samstagabend waren bei der Polizeieinsatzzentrale gegen 19 Uhr mehrere Notrufe zu einem lautstarken Familienstreit mit Hilferufen einer Frau in der Salinstraße in Rosenheim eingegangen. Ein Großaufgebot an polizeilichen Einsatzkräften sowie des Rettungsdienstes rückte an. In einer Wohnung im fünften Stock fanden die Einsatzkräfte eine schwer verletzte Frau. Die 51-Jährige gab an, von ihrem getrennt lebenden Ehemann angegriffen worden zu sein. Nach sofortiger medizinischer Erstversorgung wurde sie ins Krankenhaus Rosenheim transportiert.

In einer Grünanlage festgenommen

Parallel fahndeten mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Rosenheim sowie von umliegenden Dienststellen im Stadtgebiet nach dem flüchtigen Tatverdächtigen. Er konnte Minuten später in einer Grünanlage vorläufig festgenommen werden und wanderte nach Erlass eines Haftbefehls durch den Ermittlungsrichter in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd damals meldete. Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, den Fall.

Lesen Sie auch: Neuneinhalb Jahre Haft für Anschläge von Waldkraiburg

Der Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt mündete in der Anklage zum Schwurgericht am Landgericht Traunstein wegen versuchten Mords und gefährlicher Körperverletzung. Der Angeklagte soll die arg- und wehrlose Noch-Ehefrau völlig überraschend von hinten an den Haaren gepackt haben. In Tötungsabsicht soll er sie in Gesicht gestochen, dann zu Boden gebracht und mit weiteren Messerstichen und -schnitten am Oberkörper und den Armen massiv verletzt haben. Hintergrund der Tat sollen Eifersucht und Rachegefühle gewesen sein. Der Bluttat vorausgegangen waren gemäß Anklage längere Streitigkeiten und Alkoholexzesse des Angeklagten, die auch zur Trennung des Paares geführt haben sollen.

Lesen Sie auch: Messerattacke auf Frasdorfer Parkplatz: Täter (19) aus München muss in die Psychiatrie

Die Staatsanwaltschaft geht hinsichtlich des Motivs von Heimtücke und niederen Beweggründen aus. Neben einer Reihe von Zeugen wird das Schwurgericht mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs auch Sachverständige zur psychischen Verfassung des Angeklagten und zur Gefährlichkeit der Messerattacken anhören.

Mehr zum Thema

Kommentare