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Inzidenz schnellt in Rosenheim nach oben

Explodierende Corona-Zahlen: Gesundheitsamt sieht Herbstfest als Viren-Hotspot

Riesen Stimmung, Riesen Sprung: Die Ansteckungszahlen schießen zum Finale des Herbstfests in Rosenheim nach oben.
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„Klarer Zusammenhang“: Die Rosenheimer Wiesn treibt nach Ansicht des Gesundheitsamts die Ansteckungszahlen nach oben.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Nach dem Gäubodenfest in Straubing stehen Volksfeste unter Virenschleuder-Verdacht. Und das Rosenheimer Herbstfest? Bietet sich nicht als Entlastungszeuge an. Wie die Zahlen explodieren. Und was das Gesundheitsamt rät.

Rosenheim - Rummmms! So einen Sprung machten die Corona-Infektionszahlen in der Region Rosenheim selten. Von unter 200 am Dienstag auf fast 400 am Freitag schnellte die Inzidenzzahl der Stadt Rosenheim. Dass dieser Sprung so groß ausfiel, hat seinen Grund nach Mitteilung des Landratsamts in einem technischen Fehler in der Übertragung von Daten aus einem Labor. Über Tage hinweg hinkte die Zahl der gemeldeten positiven PCR-Tests daher deutlich dem tatsächlichen Teststand hinterher.

Wo und wie viele? Unsere Karte zeigt, wie sich die Corona-Pandemie in der Region Rosenheim entwickelt.

Besagter Datenfehler ist aber nicht schuld daran, dass die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt demnächst die Marke von 400 reißen dürfte. Nicht zufällig steigen die Zahlen mit zunehmender Dauer des Herbstfestes in Rosenheim, heißt es von Seiten des Staatlichen Gesundheitsamts in Rosenheim. Dessen Chef Dr. Wolfgang Hierl legt sich fest: „Wir sehen einen klaren Zusammenhang.“

Schon nach dem Gäubodenfest explodierten die Zahlen

Das zeigten auch die Erfahrungen Dachaus und vor allem Straubings mit seinem Gäubodenfest. Noch sei es zu früh, um sich abschließend zu äußern oder gar die Wirkung auf Heime und Kliniken vorherzusagen.. Dennoch: „Bierzelte und dichtes Gedränge in Menschenmassen sind Hotspots für Virusübertragungen.“

Die Zahlen geben ihm wohl recht: Im Vergleich zum Corona-Bericht von vor zwei Wochen sind die Zahlen in der Stadt von 160 auf 393 gestiegen, im Landkreis von 204 auf 280. zu beachten sei, dass in die Statistik der Fallzahlen nur positive PCR-Befunde eingehen., nicht aber Antigen-Schnelltests.

Zwei Menschen seien in den vergangenen zwei Wochen an oder mit Corona verstorben, heißt es im Corona-Bericht, beide seien in einem Heim betreut worden. Hierl appelliert an die Vernunft. Nur geimpft und mit negativem Test sollten die Menschen auf die Wiesn gehen, Vorerkrankte und Betagte sich den Besuch überhaupt überlegen. Wer Erkältungssymptome habe, solle die Wiesn überhaupt meiden.

Kliniken weiterhin durch hohen Krankenstand beim Personal belastet

Weiterhin sind die Krankenhäuser nur mäßig belegt. Was die Gesamtbelegung in der Region Rosenheim betrifft, sind die Zahlen sogar von 70 auf 60 gesunken, insgesamt werden sechs Menschen intensiv betreut (im August waren es acht). Allerdings stiegen zuletzt die Zahlen bei Romed abrupt: von 25 auf 30 Corona-Infizierten auf Normalstation innerhalb von 24 Sunden.

Was Hierl mehr sorgen macht, ist die so genannte kritische Infrastruktur. Immer mehr Klinik-Mitarbeiter stecken sich an oder müssen in Quarantäne. „Dadurch kommt es in den Romed-Kliniken zu einer massiven Belastung des Betriebs, weiterhin müssen elektive Eingriffe abgesagt oder verschoben werden, und Betten können nicht betrieben werden“, sagt Hierl.

Wann beginnt die Rückreisewelle?

Die kurze Zeit der Entspannung ist nach den Worten Hierls bereits beendet. Das Infektionsgeschehen könnte nächste Woche weiter Fahrt aufnehmen - dann ist das Gros der Urlaubsrückkehrer eingetroffen. In den vergangenen Jahren sorgte die Rückreisewelle für stark steigende Zahlen.

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