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Die Heimat erforscht

Die Preisträger des Wettbewerbs zusammen mit Landrat Wolfgang Berthaler.  Foto re
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Die Preisträger des Wettbewerbs zusammen mit Landrat Wolfgang Berthaler. Foto re

100 Jahre nach seinem Beginn war der erste Weltkrieg das beherrschende Thema in vielen Arbeiten, die zum regionalen Schülerwettbewerb 2014/2015 eingereicht wurden. Immerhin fünf der von der Jury ausgewählten zehn Preisträger beschäftigten sich mit den Auswirkungen des erste Weltkrieges in unserer Region.

Rosenheim/Landkreis - In der Kategorie "Gymnasiale Kollegstufe/Berufliche Oberschule" lobte der Kulturreferent des Landkreises, Christoph Maier-Gehring, die Siegerarbeit von Lea-Marie Tanner von der Beruflichen Oberschule Wasserburg als die reifste aller eingesandten Arbeiten. Im Fach Geschichte forschte die junge Dame zur Problematik der Ernährungssituation in Wasserburg während des ersten Weltkrieges.

Den zweiten Preis sicherte sich Stefanie Binder vom Karolinen-Gymnasium in Rosenheim mit dem Thema: Infrastruktur des Krieges in Rosenheim - Die Sanierung in Fürstätt. Sie beschreibt - wie Maier-Gehring es nannte - eine Art Entlausungsstation für Soldaten in dem Rosenheimer Stadtteil.

Die drittplatzierte Anne Klier vom Karolinen-Gymnasium sah sich die Chronik des Rosenheimer Fünferlvereins sehr genau an und arbeitete den Stimmungswechsel während des ersten Weltkrieges heraus. Aus der anfänglichen Kriegsbegeisterung wurde später Kriegsmüdigkeit.

Ein Sonderlob verteilte Laudator Maier-Gehring an das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim: Die eingereichten guten bis sehr guten Arbeiten zeigten, dass dort ein sehr guter Geschichtsunterricht angeboten wird. Bestätigt wird das durch den Sonderpreis Gruppenarbeit, den das Projekt-Seminar Geschichte des Karolinen-Gymnasiums erhielt. Die elf Schüler erstellten eine Zeitzeugen-CD. Auf ihrer Reise in die Rosenheimer Vergangenheit ließen sie Zeitzeugen von Bunkererlebnissen, Luftangriffen am Bahnhof, Bombennächte oder dem ersten Lippenstift erzählen.

Zudem vergab die Jury noch zwei Anerkennungspreise. Magdalena Schlemer von der Beruflichen Oberschule Rosenheim erstellte eine Studie mit dem Titel "Diskussion alternativer Unterrichtszeiten für die FOS/BOS Rosenheim unter konkretem Einbezug von Biorhythmus und Verkehrsströme und ÖPNV". Sie kam zu dem Ergebnis, dass die beste Uhrzeit für den Unterrichtsbeginn 9 Uhr ist.

Veronika Kafl, ebenfalls von der BOS Rosenheim, schrieb im Fach Deutsch eine Seminararbeit über das Erfolgs-Theaterstück "Da Himmegugga", das mehr als erfolgreich in einem Theaterzelt in Riedering aufgeführt wird. Sie widmete sich den "Gründen und Hintergründen einer Erfolgsgeschichte". MaierGehring lobte die Arbeit als die sicherlich persönlichste aller eingesandten Arbeiten.

In der Kategorie der Grund- und Sekundarstufen der Realschulen und Gymnasien vergab die Jury den ersten Preis an ein klassenübergreifendes Projektseminar im Fach Geschichte an das Luitpold-Gymnasium in Wasserburg. Sechs Klassen der Stufen 8 bis 10 stellten die Plakatausstellung zum Thema "Krieg und Not - Wasserburg 1914 bis 1918" auf die Beine. Zudem gab es zwei zweite Preise. Joshua Braun von der Klasse 10av der Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling filmte seine Hand beim Zeichnen. So entstand ein kurzer Film über das ebenfalls kurze Leben des jüdischen Mädchens Elisabeth Block, das wahrscheinlich 1942 in einem Konzentrationslager ums Leben kam.

Der Fluss Prien steht im Mittelpunkt eines kleinen Lehrfilms, den die achte Klasse des Ludwig-Thoma-Gymnasiums in Prien erstellte. Die Schüler informieren mit Fantasie und schauspielerischem Talent über die Entstehung, die Flora und Fauna sowie über die Wasserqualität des Flusses zwischen Aschau und Prien.

In der Kategorie "Grundschulen, Mittel- und Förderschulen" belohnte die Jury einen Film der achten Klasse der Leo-von-Welden-Schule in Bad Feilnbach mit einem Sonderpreis. Unter dem Titel "Da bin i dahoam" hatten die Schüler sich selbst, ihren Lebensbereich, ihre Hobbys und Wünsche vorgestellt.

Erstmals führten Stadt und Landkreis Rosenheim den regionalen Schülerwettbewerb "Heimat erleben" gemeinsam durch. Insgesamt beurteilte die Jury 34 eingereichte Arbeiten.

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