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Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer sprach in Rott - Plädoyer für Mindestlohn

Hartz IV keine "Dauerherberge"

Für einen tariflichen Mindestlohn sprach sich Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer bei ihrem Auftritt in Rott aus. Foto engelhardt
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Für einen tariflichen Mindestlohn sprach sich Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer bei ihrem Auftritt in Rott aus. Foto engelhardt

Rott - Proppenvoll war das Festzelt in Rott beim Besuch von Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer. Die CSU-Politikerin, selbst Mutter von zwei Kindern, sprach am Abend des Muttertags zu aktuellen politischen Fragen auf Bundes- und Landesebene. Neben zahlreichen Mandatsträgern aus dem Landkreis folgten auch viele interessierte Bürgerinnen und Bürger den Ausführungen der Ministerin, die sich vor allem auf ihr Fachgebiet konzentrierte.

"Wir verstehen uns als Dienstleister und nicht als Oberlehrer, die alles von oben regeln und vorschreiben möchten", definierte sie das Selbstverständnis der CSU als Regierungspartei im Freistaat. Die CSU und die Staatsregierung, so Haderthauer, wüssten durchaus, dass sich "Wirtschaft und Soziales" als Junktim darstellen und letztlich auch in der "Teilhabe der Generationen" das christliche Menschenbild berücksichtigen.

Der in jüngster Zeit oft zitierte "Generationenvertrag" schließe auch das Fordern und Fördern ein. Voraussetzung dafür sei, dass sich die Tarifpartner ihrer sozialen Verantwortung bewusst seien. Jeder müsse von seiner Arbeitskraft leben können. Aus diesem Grund plädierte die Ministerin für flächendeckende, tariflich vereinbarte Mindestlöhne, aber nicht für staatlich verordnete, bundesweite Lohnuntergrenzen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass es sich unsere Gesellschaft leisten können müsse, Schwächere und Benachteiligte im Arbeitsprozess zu unterstützen und, soweit möglich, sie auch in deren eigenem Interesse zu fordern.

"Hartz IV ist ein Gästezimmer, aber keine Dauerherberge", sagte Haderthauer. Es sei Aufgabe der Staatsregierung, soziale Schieflagen zu erkennen und zu beseitigen, damit sich für alle Bürger und Bürgerinnen im Freistaat Arbeit und Leistung lohnten. Die Rednerin bedankte sich bei allen pflichtbewussten Beschäftigten. Nur so sei es der Solidargemeinschaft möglich, "den Menschen in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens zu stellen" und sowohl eine alters-, als auch eine familiengerechte Arbeitswelt zu schaffen.

Am Schluss ihrer Rede erinnerte Haderthauer noch daran, dass in Bayern die höchsten Löhne und Gehälter gezahlt werden, das Land die niedrigste Arbeitslosigkeit aufzuweisen habe und der Freistaat sowohl über den Länderfinanzausgleich, als auch über den Sozialfonds andere Bundesländer subventioniere.

Auf die aktuelle Diskussion um Kinder- und Betreuungsgeld eingehend, vertrat Haderthauer eine klare Position: "Wenn es keine Familien mehr gibt, dann gibt es keine Solidarität mehr, was letztlich unseren christlichen Vorstellungen widerspricht." Wer CSU wähle, wähle eine bayerische Partei, gab sie den Zuhörern mit auf den Heimweg. je

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