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Kreishandwerkerschaft Rosenheim

Gut durch die Krise gekommen und Stütze für die Bevölkerung

Werben für das Handwerk: (von links) Franz Ertl (Leiter des Bildungszentrums), Bernhard Kern (Landrat BGL), Gerhard Kotter (Kreishandwerksmeister) und Franz Xaver Peteranderl (Handwerkskammerpräsident.
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Werben für das Handwerk: (von links) Franz Ertl (Leiter des Bildungszentrums), Bernhard Kern (Landrat BGL), Gerhard Kotter (Kreishandwerksmeister) und Franz Xaver Peteranderl (Handwerkskammerpräsident.

Auf ihr Berichtsjahr blickt die Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land zurück, die zum 31. Dezember 2020 919 Mitglieder und 1698 Ausbildungsverträge verteilt auf die 15 Innungen und 24 verschiedenen Handwerksberufen zählt.

Rosenheim – Der Mitgliederstand ist trotz Neugewinnung von Betrieben leicht gesunken und die Lehrverhältnisse sind im Vergleich zum Erfolgsjahr 2017 (1881 Ausbildungsverhältnisse) um rund zehn Prozent rückläufig gewesen. Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter ging in seiner Begrüßungsrede auf den am Traunsteiner Bahnhof geplanten Bildungscampus ein. „Für die berufliche Weiterbildung ist er das Leuchtturmprojekt für Südostbayern“. Er setzte große Hoffnung auf eine schnelle Realisierung des Großprojektes.

Zudem bedankte er sich für seine Wiederwahl, Kotter ging auf die Beschränkungen in Sachen Corona ein, wobei das Friseur-Handwerk darunter zu leiden hatte. Die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft habe sich um die Innungsbetriebe gekümmert. Erfreulich sei, dass der Höhepunkt im jungen Berufsleben – die Freisprechungsfeiern – wieder durchgeführt werden können. Bernhard Kern, Landrat des Berchtesgadener Landes, warb für die „Bildungsregion Berchtesgadener Land“.

Er verglich die geplante Erweiterung beziehungsweise der Neubau der Staatlichen Berufsschule I Traunstein mit dem ab 2024 geplanten Neubau des Staatlichen Beruflichen Bildungszentrums Berchtesgadener Land in Freilassing. Bei dem werden in einer Bauzeit von fünf Jahren 115 Millionen Euro investiert. Unternehmen in der Region im Landkreis sehen weiter hohen Bedarf im Bereich Aus- und Weiterbildung.

Auch der geplante Neubau des Klinikums kam zur Sprache, in der „Gesundheitsregion Plus“ solle die Ausbildung in den Pflegeberufen gefördert und ausgebaut werden. Der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, ging auf aktuelle Themen aus dem Handwerk ein und gab eine direkte Antwort in Sachen der zu erwartenden Zeitschiene des geplanten Bildungscampus am Traunsteiner Bahnhof.

Eine finanziell gesunde Körperschaft

„Ich merke wir müssen Gas geben“, so der Präsident der aber darauf hinwies, dass die Mühlen hier langsam mahlen würden. Er hoffe aber, dass man bald in ein Beschluss- und Genehmigungsverfahren komme. Gleichzeitig rechne er aber nicht damit, dass es vor 2026 eine Fertigstellung geben könne.

„Das Handwerk ist gut durch die Krise gekommen und war eine wichtige Stütze für die Bevölkerung“, blickte er zurück. Er forderte von der Politik im Rahmen eines 9-Punkte-Programmes Investitionen in die Daten- und Verkehrsinfrastruktur, die Unterstützung der Kommunen als wichtiger Auftraggeber für das Handwerk, die Stimulierung der privaten Nachfrage sowie die Senkung der Abgabenlast der Betriebe. Eine weitere Forderung war der Abbau der Bürokratie.

„Qualifizierte Handwerker sind der Schlüssel, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können.“ Deshalb brauche es Fachkräfte. Umso beunruhigender sei der weitere Rückgang der abgeschlossenen Lehrverträge. „Die berufliche Bildung braucht die gleiche Unterstützung und Förderung wie die allgemeine Bildung“, forderte er die Gleichwertigkeit beider Berufswege und eine stärkere Vernetzung zwischen Handwerk und Universitäten.

Dass im neu gewählten Bundestag nur fünf gelernte Handwerker vertreten seien, erfülle ihn mit Sorge. Dagmar Sinzinger berichtete über die Zahlen der Jahresrechnung. Die Kreishandwerkerschaft schloss mit einem positiven Betrag ab. Das positive Votum wurde durch die Rechnungsprüfer Yvonne Gaumont und Hermann Stadler gesteigert. Die Folge war eine einstimmige Verabschiedung des Zahlenwerks. Auch der Haushaltsplan 2021 wurde ohne Gegenstimme verabschiedet. An Wahlen stand die Neuwahl des Rechnungsprüfungsausschuss an. Hier wurde das Duo Gaumont und Stadler im Ehrenamt bestätigt.

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