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Politik in Bayern

Grüne positionieren sich zur Land- und Bezirkstagswahl 2023

Die Kandidaten Claudia Köhler (MdL); Jonas Turber, Martina Thalmayr, Michael Sasse (sitzend) und Valentin Weigel, von links, haben Großes vor.
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Die Kandidaten Claudia Köhler (MdL); Jonas Turber, Martina Thalmayr, Michael Sasse (sitzend) und Valentin Weigel, von links, haben Großes vor.

Die beiden Rosenheimer Stimmkreise haben ihre Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahlen im kommenden Jahr gewält. Die Kandidaten und ihre Ziele und Werte werden vorgestellt

Rosenheim – Martina Thalmayr und Valentin Weigel gehen für den Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Rosenheim Stadt und Land ins Landtagsrennen. Michael Sasse und Jonas Turber sind Stimmkreiskandidaten für den Bezirkstag. Mit voller Unterstützung und ohne Gegenstimmen bestimmten die Rosenheimer Grünen am Vormittag des vergangenen Samstags im Rosenheimer Gasthof Höhensteiger während der Aufstellungsversammlung für die beiden Rosenheimer Stimmkreise ihre Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahlen im kommenden Jahr.

Im Stimmkreis 128 für den Westen des Landkreises wird die Sprecherin des Kreisverbandes, Martina Thalmayr, antreten. Die 52-jährige Betriebswirtin und Expertin für regionale Bio-Lebensmittelvermarktung leitet den Kreisverband seit 2020. Sie ist Fraktionssprecherin der Grünen im Bad Aiblinger Stadtrat und Kreisrätin. Bei den vergangenen Kommunalwahlen zwang sie den amtierenden Oberbürgermeister Stephan Schier in die Stichwahl und unterlag dem CSU-Mann äußerst knapp mit nur einem Prozentpunkt.

„Ich weiß genau, was es heißt, gegen die eingefahrenen Strukturen hier bei uns auf dem Land anzukämpfen“, versprach Martina Thalmayr, „und ich werde dieses Mal mit Sicherheit die damals fehlenden 200 Wähler von den grünen Inhalten überzeugen!“

Die Themen hier im Landkreis bräuchten „eine hörbar grüne Stimme“ im Landtag: Sei es der Nordzulauf, der A8-Ausbau, der Gewässerschutz oder der über Jahrzehnte vernachlässigte Bus- und Bahnverkehr im Landkreis. „Ich werde im kommenden Jahr alles geben, um für diese Rosenheimer Stimme in München zu sein.“

Für den Bezirkstag wählten die Grünen Michael Sasse als ihren Kandidaten im Stimmkreis Rosenheim West. Der 33-jährige aus Kiefersfelden, hat in Innsbruck und Bordeaux Chemie studiert (Master of Science) und arbeitet als technischer Projektmanager in einer Unternehmensberatung.

Seit seinem ersten Lebensjahr ist er nach einem Autounfall querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Stimme von Betroffenen in den wichtigen Entscheidungsgremien ist. Gerade im Bezirkstag werden die Weichen für eine gelungene Inklusion gestellt.“ Dort entscheide sich, ob es für Leute wie ihn geeignete Hilfsangebote gebe, um eine angemessene Ausbildung absolvieren zu können und einen Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Stimmkreis Rosenheim Ost

Valentin Weigel tritt für die Grünen in der Stadt Rosenheim und im Osten des Landkreises als Stimmkreiskandidat an. Der 29-jährige Rosenheimer hat in Heidelberg, Paris und Barcelona Rechtswissenschaften studiert und sein Rechtsreferendariat mit dem zweiten Staatsexamen und der Befähigung zum Richteramt abgeschlossen. Nach einem völkerrechtlichen Aufbaustudium in New York City (Master in International Legal Studies) promoviert er aktuell auf dem Gebiet des internationalen Klimaschutzrechts.

„Bereits während meines Studiums hat es mich geärgert, welche katastrophalen Gesetze die bayerische Staatsregierung schreibt, die CSU hat die Energiewende nicht verschlafen, sondern aktiv blockiert!“, so Valentin Weigel: „Am besten natürlich in grüner Regierungsverantwortung.“

Als Bezirkstagskandidaten nominierten die Grünen den Sprecher der örtlichen Grünen Jugend Jonas Turber aus Eiselfing. Der 22-Jährige studiert derzeit Biotechnologie an der TU München. Er bedauert es, dass der Landkreis Rosenheim mit seinen großen Bezirkskrankenhäusern derzeit noch keinen grünen Vertreter im Bezirkstag hat. „Ich wäre dort allerdings ein Sprachrohr der Jugend“, so Jonas Turber.

Der Bezirk Oberbayern ist zuständig für die Kulturförderung. Es sei wichtig, dass dabei die Jugend mit geeigneten Angeboten mitgenommen werde. Die verschiedenen Einrichtungen des Bezirks müssten für junge Leute attraktiver werden, um der unglaublichen Vielfalt bayerischer Kultur gerecht zu werden. „Da gibt es einiges zu tun“, so Jonas Turber.

re

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