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Einheimischenmodell für Wohngebiet geplant

Großkarolinenfeld: Bauland „Nördlich der Kreisstraße“ wegen möglicher Überschwemmungsgefahr erneut in der Diskussion

Die Fläche „Nördlich der Kreisstraße“ soll bebaut werden. Aber so, dass Überschwemmungen verhindert werden.
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Die Fläche „Nördlich der Kreisstraße“ soll bebaut werden. Aber so, dass Überschwemmungen verhindert werden.
  • VonKatharina Heinz
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Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Nördlich der Kreisstraße“ geht erneut in die Warteschleife. Darauf einigte sich der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung einstimmig. Vorher wir überprüft, wo groß die Überschwemmungsgefahr ist.

Großkarolinenfeld – Das ist die Vorgeschichte: Bereits für die Sitzung im Mai hatte der Planer einen Bebauungsplan für ein Baugebiet nach dem Einheimischenmodell entworfen. Dann machte das Gremium eine Rolle rückwärts.

Neue Zielsetzung bei der Bebauung

Das bestehende Wohngebiet an der Wendelsteinstraße Richtung Kreisstraße sollte zwar weiterhin erweitert werden – aber lieber in Richtung sozialer Wohnungsbau, Mehrparteienhäuser oder kleine Eigentumswohnungen. Angesichts von Siedlungsdruck und Flächenfraß sprach sich der Gemeinderat einstimmig für die neue Zielsetzung aus.

In der vergangenen Sitzung nun stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Der Bebauungsplan sollte aufgestellt werden, nachdem er im Bauausschuss bereits vorberaten worden war. Doch dazu kam es nicht.

Gefahr der Überflutung prüfen

Kurz vor der Sitzung rauschte ein extremes Gewitter über das Mangfalltal. Der Starkregen verursachte einige Überschwemmungen und vollgelaufene Keller im Bereich Bad Aibling und Kolbermoor. „Daraufhin haben wir überprüft, wie es bei uns mit der Gefahr von Überflutungen aussieht“, erklärte Bürgermeister Bernd Fessler (parteilos).

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Bei besagtem Gewitter seien die Großkarolinenfelder Feuerwehren zwar ausgerückt, die Auswirkungen seien aber lediglich „minderschwer“ gewesen. Dort, wo etwas passiert war, hätten „selbst die besten Hochwasseranlagen der Gemeinde nichts geändert,“ so Fessler.

Einmal habe es durch die Wand geregnet, einmal sei ein Gully von Laub verstopft gewesen. „Bisher waren wir von größeren Extremwetterereignissen verschont, doch das heißt nicht, dass es immer so bleiben muss“, betonte der Bürgermeister.

Viel Platz für den Regen geschaffen

Man habe in der Vergangenheit die Frage der Regenrückhaltung sensibel gehandhabt. Davon deuten die zahlreichen Rückhaltebecken in Großkarolinenfeld und Tattenhausen, sowie die diversen Rückstaukanäle. Auch die Aufweitung des Erlbaches am Rathaus sei nicht nur für das „Erlebnis“ gedacht, sondern schaffe zusätzliches Volumen.

Ebenso nehme das bepflanzte Flachdach auf dem Neubau des Gemeindeamtes Regenwasser auf. „In der Vergangenheit ist es uns gelungen, solche Flächen zu schaffen und bei Bauvorhaben rechtzeitig mitzuplanen“, so Fessler.

Abfluss ist wild

Das wolle man nun auch „Nördlich der Kreisstraße“ so machen. Man habe sich das Gebiet gründlich angeschaut und sei zu der Meinung gekommen: Bevor man das in ein Bebauungsplanverfahren gibt, sollte man die Regenwasserbeseitigung und -rückhaltung genauer betrachten.

Das sei auch finanziell sinnvoll. Denn je früher man Grundstücksangelegenheiten kläre, desto günstiger bekomme man die Flächen. Zwar bestehe ein Rückhaltebecken Am Bartlwald, doch der Abfluss erfolge derzeit „wild“. Ob das ausreiche, müsse geklärt werden.

Ingenieurbüro plant Regenbeseitigung

Der Gemeinderat einigte sich daher ohne Gegenstimme, auf Grundlage des Vorentwurfs ein Ingenieurbüro mit der Planung der Regenwasserbeseitigung in dem Bereich zu beauftragen.

Außerdem soll das Bergamt der Regierung von Oberbayern beteiligt werden, um ein Gutachten zu erstellen, damit der Sicherheitsabstand zum benachbarten Erdgasspeicher Inzenham-West ermittelt werden kann. Wenn die beiden Ergebnisse dann vorliegen, soll das Thema erneut im Gemeinderat behandelt werden.

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