Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gewürdigt

Grenzenloses Engagement: Die diesjährigen Preisträger mit Euregio-Präsident Franz X. Heinritzi (Dritter von links).  Foto stuffer-chunphetch
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Grenzenloses Engagement: Die diesjährigen Preisträger mit Euregio-Präsident Franz X. Heinritzi (Dritter von links). Foto stuffer-chunphetch

Mit dem bereits zum sechstenmal vergebenen Euregio Inntal-Preis wird die erfolgreiche Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus gewürdigt. Die diesjährigen Preisträger - Professor Dr. Alfred Leidig, Höhlenforscher Peter Hofmann, das Österreichische Rote Kreuz Kufstein und das Bayerische Rote Kreuz Rosenheim und Miesbach sowie die Kooperation "4-Berge & Co." - wurden im Kursaal in Oberaudorf von Euregio-Präsident Franz X. Heinritzi für ihr grenzenloses Engagement geehrt.

Oberaudorf - Der Rosenheimer Stadtdirektor a.D. Diethard Schinzel beschrieb in seiner Laudatio für den ehemaligen Präsidenten der Fachhochschule Rosenheim dessen "Aufbauhilfe und partnerschaftliche Abstimmung" bei der Entstehung der Fachhochschule Kufstein. Die daraus resultierende sinnvolle Ergänzung der Bildungsangebote in der Region, eine grenzüberschreitende Beratung in den Schulen sowie die Einbeziehung der Wirtschaft in die Hochschularbeit kennzeichneten Leidigs Bestreben.

Als "Motor der lokalen Höhlenforschung und Brückenbauer zwischen den Vereinen" habe sich Peter Hofmann um ein gemeinsames Konzept der vier Schauhöhlen in der Region verdient gemacht, so Laudatorin Renate Tobitsch, Obfrau des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol. Dabei sei es Hofmann gelungen, die jeweiligen Besonderheiten der "Inntaler Unterwelten" - Wendelsteinhöhle, Grafenloch bei Oberaudorf, Tischoferhöhle bei Ebbs und Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle bei Wörgl - hervorzuheben. Eigentlich müsse nicht er, sondern das Projekt als solches geehrt werden, zu dessen Umsetzung viele Beteiligte ihre kreative Kraft beitrugen, betonte Preisträger Hofmann.

"Hilfe und Rettung muss so funktionieren, als ob es die Grenzen nicht gäbe", forderte Franz Mayer, Präsident a. D. des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, für das Österreichische Rote Kreuz Kufstein und das Bayerische Rote Kreuz Miesbach und Rosenheim. Allein im letzten Jahr waren 53 grenzüberschreitende Einsätze zu verzeichnen. Bei ihren grenzüberschreitenden Einsätzen werde nicht zwischen "hüben und drüben" unterschieden, betonten die geehrten Vertreter von ÖRK und BRK, Alfred Mittermaier (Geschäftsführer Miesbach), Heiner Zeuner (Vorsitzender Rosenheim) und Harald Bachmeier (Geschäftsführer Kufstein). Ein dringendes Anliegen an die Politik sei ein Staatsvertrag zwischen Bayern und Tirol, um Ausbau und Abrechnung der Einsätze zu gewährleisten.

Die Laudatio für den vierten Preisträger - die Kooperation "4-Berge & Co." - übernahm Stefan Mühlberger, Bürgermeister der Gemeinde Kössen. Das gemeinsame Kartenangebot der Skigebiete von Hocheck/Oberaudorf, Wendelstein, Kampenwand und Hochkössen, das neben der Nutzung der Bergbahnen noch weitere kostenlose oder reduzierte Freizeitangebote in der Region miteinschließt, biete den Gästen ein attraktives Freizeitangebot.

Das relativ kleine Projekt, das eine stetig steigende Nutzung verzeichnet, sei ein Ansporn für andere Initiatoren, um "die Grenze aus den Köpfen zu bringen", würdigte Mühlberger. Hannes Rechenauer von der Hocheck-Bahn bedankte sich im Namen der weiteren Preisträger Doris Schubert (Kampenwandbahn), Georg Piermoser (Hochkössen) und Florian Vogt (Wendelsteinbahnen). mc

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