An der Grenze ist die Fahrt zu Ende

Bundespolizisten bei einer Kontrolle auf der A93 bei Kiefersfelden.
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Bundespolizisten bei einer Kontrolle auf der A93 bei Kiefersfelden.

Kiefersfelden – In der Nacht auf Montag hat die Rosenheimer Bundespolizei auf der Inntalautobahn einen Italiener festgenommen.

Dem Mann wird vorgeworfen, drei Palästinenser eingeschleust zu haben. Ein weiterer mutmaßlicher Schleuser stammt aus dem Kosovo. Er soll mit seinem Auto einen Landsmann und einen albanischen Staatsangehörigen illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht haben. Außerdem konnten die Beamten im Rahmen der Grenzkontrollen gleich mehrere Urkunden als Fälschungen entlarven.

Der Beifahrer des Fahrzeugführers aus Italien händigte den Bundespolizisten einen syrischen Reisepass für Flüchtlinge aus Palästina aus. Rasch entdeckten die Kontrollbeamten auf dem Dokument verschiedene Fälschungsmerkmale. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei den drei Begleitern des 58-jährigen Italieners um palästinensische Staatsangehörige. Der Fahrer erklärte zunächst, dass er gar nicht so recht wisse, wohin das Trio in seinem Wagen reisen wolle. Er hätte die Personen in Italien nahe Verona als Anhalter mitgenommen. Später fiel ihm hingegen ein, dass er sie erst in Österreich kennengelernt habe. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Schleuser dauern an. Es ist vorgesehen, ihn beim Rosenheimer Amtsgericht vorzuführen. Seine Mitfahrer hatten Deutschland bereits wieder zu verlassen.

Ebenso mussten ein Kosovare und ein Albaner nach Österreich zurückkehren. Auch sie verfügten, wie sich bei der Kontrolle auf der A93 herausgestellt hatte, über keine Papiere für den geplanten Aufenthalt in der Bundesrepublik. Der Fahrer des in Italien zugelassenen Wagens führte neben seinem albanischen Pass eine gültige italienische Aufenthaltserlaubnis mit. Er konnte, nachdem er angezeigt worden war, die Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim wieder verlassen, wird sich aber wohl schon bald wegen Einschleusens verantworten müssen.

Als Rumäne gab sich der Fahrer eines Kleintransporters mit deutschen Kennzeichen aus. Er wies sich in der Kontrollstelle nahe Kiefersfelden mit einer Identitätskarte und einem Führerschein entsprechend aus. Den Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei zufolge sind die rumänischen Papiere jedoch gefälscht. Der 26-Jährige, der tatsächlich aus der Republik Moldau stammt, wurde angezeigt.

Ein Ägypter wies sich bei der Einreise mit seinem Pass und einer italienischen Aufenthaltserlaubnis aus. Den Beamten entging nicht, dass der 42-Jährige das italienische Dokument offenbar manipuliert hatte und zwar genau an der Stelle, an der vermerkt war, dass die Erlaubnis lediglich für Italien, nicht aber darüber hinaus gelte. Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung und unerlaubten Einreiseversuchs waren die Konsequenz.

Mit einem ähnlichen Fall sahen sich Schleierfahnder der Grenzpolizei Raubling bei der Kontrolle am Sonntag in einem Zug zwischen München und Bologna konfrontiert. Ein 32-jähriger Mann aus Gambia, der sich nachweislich seit Februar unerlaubt in der Bundesrepublik aufgehalten hatte, versuchte die Beamten mit einem Ausweis zu täuschen, der aber gar nicht sein Lichtbild zeigte. Er wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

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