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Umweltminister Huber stellte "Ökoplan Alpen 2020" vor

Gemeinsame Strategie für "grenzenlose" Alpen

Wollen alle an einem Strang ziehen: die Vertreter der Kommunen gemeinsam mit Umweltminister Dr. Marcel Huber.  Foto eder
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Wollen alle an einem Strang ziehen: die Vertreter der Kommunen gemeinsam mit Umweltminister Dr. Marcel Huber. Foto eder

Grassau - "Unsere Vision ist es, die Alpen mit den Menschen zu entwickeln und nicht die Alpen vor den Menschen zu schützen", betonte der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber in der ersten Alpenkonferenz im Heftersaal Grassau vor den Vertretern der Kommunen und Landkreise. Ziel der Veranstaltung war es, den "Ökoplan Alpen 2020" vorzustellen. Die Kommunen in der Region sollen sich künftig verstärkt am europaweiten Alpenschutz beteiligen.

Im "Ökoplan 2020" geht es laut Huber um den gesamten Alpenraum als geografisches Gebilde - ohne Grenzen. Bayern fordere eine europäische Strategie für die Alpen; der Ökoplan sei eine bayerische Leitlinie für Natur- und Umweltschutzpolitik, der in eine europäische Alpenstrategie einfließen solle. Vieles sei schon auf den Weg gebracht worden, betonte Huber, und verwies dabei auf Förderprogramme wie den Alpenplan in den 70er-Jahren oder die Alpenkonvention Ende der 80er-Jahre. Um nachhaltig die internationale Zusammenarbeit voranzubringen, habe man sich nun in München auf den Weg zu einer europäischen Alpenraumstrategie gemacht.

Der Ökoplan basiert laut Huber auf sechs Schwerpunkten: Boden, Wasser, Klima, Biodiversität, Naturgefahren, Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung. Huber sieht darin nach eigenen Worten eine "riesige Chance für den Alpenraum". Man müsse sich seiner Potenziale in Wasser, Höhenunterschied, Geothermie, Sonne und Windkraft bewusst machen und Konzepte entwickeln. Der Ökoplan sei längerfristig angelegt und sollte daher alle Akteure sowie die betroffenen Kommunen möglichst frühzeitig einbinden. Schließlich seien, so Huber, die Gemeinden das Fundament dieser Entwicklung. Finanzierungsmöglichkeiten böten Landes- (Klimaschutzprogramm 2020), Bundes- und EU-Mittel (Interreg). Je nach Eigeninteresse sei eine Mitfinanzierung vor Ort erforderlich.

Mit der Frage, ob der bayerische Ökoplan Kern einer künftigen Alpenstrategie sein könne, beschäftigten sich bei der anschließenden Podiumsdiskussion neben Umweltminister Huber auch Marc Nitschke, Bürgermeister von Übersee und Vorstandsmitglied des Vereins "Gemeindenetzwerk Allianz in den Alpen", Hubert Buhl, Bürgermeister der Stadt Sonthofen und Vorsitzender des Vereins "Alpenstadt des Jahres", sowie Stefan Witty, Geschäftsführer der Alpenschutzkommission Cipra Deutschland. tb