Ludwig: Bestehende Strecke für Brenner-Zulauf modernisieren

Gegen neue Bahntrasse

Rosenheim - Der Bundesverkehrswegeplan 2003 sorgt in der Region Rosenheim für Kopfschütteln. Darin ist im Zuge des Ausbaus des Brennerzulaufs eine neue Bahntrasse verzeichnet, die von München kommend hinter Grafing nach Richtung Süden abbiegt und bei Kiefersfelden in die bestehende Trasse Richtung Kufstein einmündet. Diese Trasse würde in weitem Bogen an Rosenheim vorbeiführen.

Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig lehnt den Bau dieser neuen oberirdischen Bahntrasse ab. "Auch eine Umfahrung der Stadt Rosenheim, wie im Bundesverkehrswegeplan aus dem Jahr 2003 angeregt, kommt für mich nicht in Frage", so Ludwig, die auf die hohen Kosten, die Belastung für die Bewohner der Region und die Natur sowie auf die mangelnde Notwendigkeit neuer Gleise hinweist. "In der bestehenden Trasse steckt Potenzial für eine Kapazitätserweiterung, zum Beispiel in der Signaltechnik, aber auch beim Lärmschutz sowie beim Einsatz lärmärmerer Züge und Schienenbeläge."

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte in einem Schreiben an Ludwig betont, dass die genannte Trasse zwar ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis habe. Der Bau zweier zusätzlicher Gleise zwischen München-Ost und der Grenze bei Kiefersfelden habe aber ein Investitionsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. "Im Unterschied zum Brennerbasistunnel sind für den deutschen Brennerzulauf aber bisher allenfalls geringe Zuschüsse seitens der EU möglich", erklärte Ramsauer.

Laut Ludwig sind in den 2,6 Milliarden Euro keine Lärmschutzmaßnahmen enthalten:. "Ich bin hier mit Landrat Josef Neiderhell völlig einer Meinung: eine neue Trasse ist illusorisch, nicht finanzierbar und nicht in die Landschaft einzufügen." re

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