Informationsabend zum Thema Mobilfunk

Gefahren publik machen

Neubeuern - Rund 180 Teilnehmer, darunter auch Gemeinderäte und Bürgermeister aus dem Kreis Rosenheim, haben im Neubeuerer Bürgersaal zum den vierten überregionalen Mobilfunk-Vortragsabend mit anschließender Diskussion besucht.

Die seit rund 30 Jahren praktizierende Fachärztin für Allgemeinmedizin/Umweltmedizin, Barbara Dohmen, berichtete zunächst von einer immer stärker zunehmenden neuen Patientengruppe, mit der sie in ihrer Praxis konfrontiert sei. Menschen würden demnach auf die von Funkanlagen ausgehenden gepulsten Mikrowellen sensibel. Das bedeute, sie reagierten darauf sofort oder verzögert mit Funktionsstörungen verschiedenster Organbereiche. Die Liste der diagnostizierten Störungen durch die Mikrowellen sei lang und die Beeinträchtigungen der Patienten immer ausgeprägter, zum Teil auch lebensbedrohlich. Laut Dohmen gebe es Hinweise auf Zusammenhänge der unter anderem von Handys und Funkmasten ausgehenden Strahlung und der Zunahme von Schlaganfällen bei Kleinkindern.

Im Anschluss referierte der Menschenrechtler Dr. Eduard Christian Schöpfer über "Mobilfunk: Absage an unsere Menschenrechte oder Neuanfang?". Den wenigsten Menschen sei bewusst, dass Mobilfunktechnologie, wie sie von Staat und Industrie betrieben werde, gegen Grund- und Menschenrechte verstoße. Schöpfer ist Mitherausgeber der Publikation "Mobilfunk, Mensch und Recht" und Autor mehrerer wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

In der anschließenden Diskussion wurden Pläne geschmiedet, wie Entscheidungsträger besser über die Risiken des Mobilfunks in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechten informiert werden könnten. rep

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