Die Gefahr im Garten? Warnung vor Ambrosia in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein

Links Ambrosia, rechts Beifuß.
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Links Ambrosia, rechts Beifuß.
  • Heidi Geyer
    vonHeidi Geyer
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Eigentlich sind Pflanzen ja was Schönes. Bei Ambrosia sieht die Sache leider ganz anders aus. Das unauffällige Kraut ist einer der stärksten Allergieauslöser unter den Pflanzen und findet sich vereinzelt auch in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein.

Rosenheim/Traunstein – Ursprünglich stammt Ambrosia aus Nordamerika, wurde allerdings in der Vergangenheit eingeschleppt. Ein unangenehmer Gast: „Ambrosia kann beim Einatmen und auch beim Hautkontakt eine allergische Reaktion auslösen,“ sagt Roman Pröll, Kreisfachberater im Landkreis Rosenheim.

Beifuß-Traubenkraut ist der heimische Begriff für die Pflanze, die jedoch nichts mit dem hiesigen und ungefährlichen Beifuß zu tun hat, sagt Pröll. Woran man den Unterschied erkennt? „Ambrosia hat ober- und unterseitig gleich grüne Blätter, außerdem haarige Stängel. Beifuß hingegen zeichnet sich durch weiße Blattunterseiten und unbehaarte Stengel aus“, sagt Pröll. Die Blätter des heimischen Beifuß fühlen sich eher ledrig an.

Entwarnung für die Region

Für den Landkreis Rosenheim kann Pröll erst mal Entwarnung geben: „Uns sind keine Bestände im Landkreis Rosenheim bekannt.“ Im Landkreis Traunstein sind dem dortigen Kreisfachberater Markus Breier jedoch einige Standorte mit mehr als hundert Pflanzen bekannt. Diese Bestände werden im landesweiten Aktionsplan des Bayerischen Gesundheitsministeriums jährlich beobachtet und auf den Bekämpfungserfolg kontrolliert, so die Auskunft des Landratsamts Traunstein.

Zweimal mähen hilft

Wenn man Ambrosia auf seinem Grund entdeckt, dann sollte man den Bestand mähen. Und zwar zur zwei Zeitpunkten: „In der letzten Juli-Woche und dann nochmals in der letzten Augustwoche“, sagt Pröll. Die Samen dürfen sich nicht vollständig ausbilden.

Auch wenn es keine bekannten Populationen gibt, rät Pröll dennoch zur Vorsicht: „Wir haben es schon mal in Flächen angetroffen, wo man Blumen selbst schneiden darf. Ambrosia verbirgt sich teils im Saatgut, auch in Mischungen für Vogelfutter wurde es schon entdeckt.“

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