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Geburtshilfestation am Romed-Standort in Bad Aibling: CSU gerät zusehends in die Kritik

Die Diskussion um die geschlossene Geburtshilfestation in Bad Aibling entbrennt immer wieder aufs Neue.
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Die Diskussion um die geschlossene Geburtshilfestation in Bad Aibling entbrennt immer wieder aufs Neue.
  • Norbert Kotter
    VonNorbert Kotter
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Die Unterstützung für die Wiedereröffnung der Geburtshilfestation im Romed-Klinikum Bad Aibling wird größer. Auch die Parteiunabhängigen und die AfD tragen diese Forderung im Grundsatz mit.

Bad Aibling – Seit der Landtagsabgeordnete Otto Lederer das Thema bei einer Podiumsdiskussion der Landratskandidaten im Bad Aiblinger Kurhaus wieder ins Rampenlicht gerückt hat und sich für eine Wiedereröffnung der im August 2017 geschlossenen Abteilung offen zeigte, nimmt die Diskussion darüber deutlich an Fahrt auf.

Vorwürf gegen die Romed-Geschäftsführung

Während in Insiderkreisen den ehemaligen Geschäftsführern des Romed-Klinikverbundes, Günther Pfaffeneder und Peter Lenz, schon länger ein erheblicher Teil Mitschuld an der aktuellen Misere zugeschoben wird – allerdings nur hinter vorgehaltener Hand –, wird am Verhalten der CSU durchaus öffentliche Kritik laut. Die kommt beispielsweise vom stellvertretenden Landrat Dieter Kannengießer, der auch Fraktionsvorsitzender der Parteiunabhängigen im Kreistag ist. Er hatte sich bereits 2017 gegen die Schließung der Station gestemmt.

„Ich wurde massiv abgekanzelt“, erinnert er jetzt in einer Pressemitteilung an das Geschehen von damals. Die Namen von Klinik-Geschäftsführern oder von Landrat Wolfgang Berthaler nimmt er in diesem Zusammenhang nicht in den Mund. Dafür den von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml, die am 21. Februar das Krankenhaus Bad Aibling besucht. Huml habe die Schließung damals als „richtigen Schritt“ bezeichnet, erinnert sich Kannengießer und verpasst Otto Lederer eine Breitseite. „Daher bin ich sehr verwundert, dass nun eine CSU-Wahlkampfveranstaltung, an der die Ministerin teilnimmt, eine Wende bringen soll. Aber wenn dies zu einer Wiedereröffnung führen würde, wäre mir das auch recht.“

Landratskandidat Auer sieht Wiedereröffnung in Bad Aibling gerechtfertigt

Da befindet er sich auf einer Linie mit dem Stephanskirchener Bürgermeister Rainer Auer, der sich für die Parteiunabhängigen bei der Kommunalwahl ebenso wie Lederer um das Amt des Landrats bemüht. Eindeutige Aussage von ihm: „Wir sollten ernsthaft versuchen, die erforderlichen Fachkräfte für die Wiederaufnahme des Betriebs der Geburtenstation in Bad Aibling zu bekommen. Wenn uns das gelingt, würde ich als gewählter Landrat dem Kreistag die Übernahme des entstehenden Defizits empfehlen." Eines ist für Auer klar. Die Anzahl der Geburten, die zuletzt im Krankenhaus Bad Aibling registriert wurden, „rechtfertigt eine Wiedereröffnung nachweislich“.

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Der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Winhart attestiert Lederer und dem ehemaligen CSU-Landtagsabgeordneten Sepp Ranner – auch er machte sich diese Woche massiv für die Wiedereröffnung der Station stark und kritisierte die Romed-Geschäftsführung heftig – „Schaufensterpolitik“ vor. „Es waren der CSU-Landrat Berthaler sowie seine willigen Lakaien der CSU-Kreistagsfraktion, welche stillschweigend die Romed-Kliniken im Jahr 2017 gewähren haben lassen“, so Winhart. Die CSU habe die Schließung bereitwillig mitgetragen, „statt im Aufsichtsrat die damalige Geschäftsleitung in ihrem Rationalisierungswahn einzubremsen“. Von Bayerns Gesundheitsministein Melanie Huml erwartet Winhart keine Unterstützung. Die AfD-Mandatsträger im neuen Kreistag würden sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für die Wiedereröffnung der Geburtshilfe in Bad Aibling einsetzen.

Eine Stellungnahme zum Thema ist beim Bayerischen Gesundheitsministerium ist angefragt. Zur Zeit liegt aber noch keine Antwort vor.

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