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VOR EINEM JAHR STARB DER ROSENHEIM-COP

Für die Menschen in Rosenheim war Joseph Hannesschläger einer von ihnen

In Rosenheim geschätzt und verehrt: Vor Kurzem jährte sich der Todestag des Rosenheim-Cops-Darstellers Joseph Hannes zum ersten Mal.
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In Rosenheim geschätzt und verehrt: Vor Kurzem jährte sich der Todestag des Rosenheim-Cops-Darstellers Joseph Hannes zum ersten Mal.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Vor einem Jahr ist der Rosenheim-Cops-Darsteller Joseph Hannesschläger an Krebs verstorben. Bei vielen Rosenheimern hat der Schauspieler bleibende Erinnerungen hinterlassen.

Rosenheim – Mit einem Brief hat Hannesschläger Witwe, Bettina Geyer, am Mittwoch an den Todestag ihres geliebten Mannes erinnert. Das Dokument hat auf Facebook veröffentlicht: „Diese Notiz habe ich in seinen Unterlagen gefunden – handgeschrieben – auch diese Hände sind die unseren, welche unsere liebe Freundin Eva Mähl in Gips verewigt hat.

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Ich möchte das an seinem ersten Todestag gerne mit euch teilen!“, schreibt Geyer in dem sozialen Netzwerk. Gerade in dieser schweren Zeiten hoffe sie, dass es dem ein oder anderen helfe, der jemanden verloren habe, diesen Verluft anzunehmen – so wie es ist und dankbar zu sein, für das, was war.

„Ich weiß, dass er dort sehr geschätzt worden ist. Ich war einmal mit ihm auf einer Veranstaltung in Rosenheim, er hat sich einfach in dieser Stadt wohlgefühlt“, sagt Geyer im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Markante Erscheinung und Sympathieträgert

Auch bei vielen Rosenheimern hat der Schauspieler einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Josef Hannesschläger hat Rosenheim nicht nur als Drehort angesehen, sondern auch als unheimlich lebens- und liebenswürdige Gegend. Ich weiß es von Max Müller, der hat mir gesagt, wenn er könnte, würde er wahnsinnig gern nach Rosenheim ziehen. Und ich denke, dass Joseph Hannesschläger auch damit geliebäugelt hat“, berichtet der Vorsitzende der Rosenheimer Stadtführerzunft, Stefan Kürschner.

Er lebte für sein Beruf

„Josef Hannesschläger war die markante Erscheinung und der Sympathieträger der Rosenheim Cops. Er war ein Mensch wie du und ich und hat seine Bekanntheit nie groß in den Vordergrund gestellt. Ich konnte mich beim Sommernachtsfest des Drehteams mal länger mit ihm unterhalten, und da wurde mir schnell klar: Der lebt für seinen Beruf und seine Fans, leidet aber gleichzeitig wie viele andere prominente Schauspieler darunter.“ Er sei überall sofort erkannt und dann  von seinen Fans belagert worden. „Das zerrt schon an den Nerven“, vermutet Kürschner.

Zu den Fans immer freundlich

Dennoch habe er sich bei den öffentlichen Auftritten nie etwas anmerken lassen und sei allen Zuschauerwünschen nachgekommen. Beim Dreh habe man verfolgen können, mit welcher Erfahrung und Souveränität er die Szenen gespielt habe. „Ohne dabei künstlich zu wirken.

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Ich denke, der Josef Hannesschläger war der Zwilling vom Korbinian Hofer oder umgekehrt, es war immer die Frage, wer gerade welche Rolle lebt.“

Auch der Vorsitzende des Vereins „Theater Rosenheim“, Horst Rankl, verbindet viele angenehme Erinnerungen mit dem Darsteller. Er und sein Verein stellten und stellen die Komparsen für die ZDF-Produktion.

Quasi mit ihm alt geworden

Vor etwa 18 Jahren sei er erstmals mit ihm in Kontakt gekommen. „Ich bin quasi mit ihm und er ist mit mir alt geworden. Wir sind uns von der ersten Stunde am nahegekommen und haben uns verstanden“, berichtet Rankl. Er erzählt auch, dass er oft bei den Dreharbeiten zu den Rosenheim Cops zugegen war: „Dort haben wir uns unterhalten, gefachsimpelt und viel geflachst.“

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Rankl beschreibt Hannesschläger als gemütlichen, unterhaltsamen und freundlichen Menschen. Zugänglich und auch für „jeden Witz zu haben“.

Dankbar und empathisch

Als Drehort habe Hannesschläger Rosenheim besonders zu schätzen gewusst: „Er kam ja aus Oberbayern und deswegen hat es ihn gefreut, dass er in Rosenheim, in seiner Heimatumgebung, einen ganz besonderen Part spielen durfte: einen Rosenheim Cop.“

„Er verspürte vor allem eine riesige Dankbarkeit dafür, dass er bei den Rosenheim Cops dabei sein durfte. Er hat es – voller Empathie – genossen, auf einem Bauernhof mit herrlichem Blick über den Chiemsee drehen zu dürfen“, sagt Margit Preiss, die mit ihrer Agentur die Pressearbeit für die Rosenheim Cops organisiert.

Gurkensalat ohne viel Chichi

Über seine kulinarischen Vorlieben kann der Rosenheimer Gastwirt Toni Sket berichten, vor allem über seine Eigenheiten in punkto Essen. Seinen Gurkensalat, erinnert sich Sket, mochte der Schauspieler ausschließlich mit „nackt geschälten“ Gurken – ohne viel Chichi, nur mit Essig und Öl. Letztendlich: „Er war für Rosenheim und die Rosenheim Cops die Person. Wenn er hier war, war er auch ein Rosenheimer.“

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