Zur Freude der Polizei und Bergwacht in der Region Rosenheim: Fast alle bleiben daheim

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Am Samstagnachmittag auf dem Samerberg: Wo sonst viele Tagestouristen die Aussicht an der Kapelle genießen, ging es im gebotenen Sicherheitsabstand sehr überschaubar zu.
  • Wolfgang Haserer
    vonWolfgang Haserer
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  • Johannes Thomae
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  • Peter Strim
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Bilderbuchwetter am Wochenende. Trotzdem ließen sich nur wenige Menschen in der Region vor die Haustür oder den Garten locken. Polizei und Bergwacht zogen am Sonntag mit Blick auf die Einhaltung der Regeln zur Corona-Ausgangsbeschränkung eine positive Bilanz.

Rosenheim – Sonnenschein und eine leere Autobahn: Schon auf dem Weg zur Arbeit bot sich Florian Lotter am Sonntagmorgen ein ungewohntes Bild. „Zwischen Oberaudorf und Rosenheim sind mir gerade einmal fünf Autos begegnet“, sagt der Leiter der Bergwacht Hochland. „Da merkt man dann schon, dass die Leute die Füße still halten.“

Leere Autobahn, leere Parkplätze

Dieser Eindruck gilt für das gesamte Wochenende. Nicht nur die Bergwacht erlebte äußerst ruhige Tage, auch die Polizei zog am Sonntagnachmittag, 5. April, eine zufriedene Bilanz. Durch das herrliche Frühlingswetter begünstigt, hatten sich die Einsatzkräfte in der Region auf eine erhöhte Kontrolltätigkeit auf den Straßen vorbereitet – mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Das Fazit: „Im Ergebnis hat sich eine überwältigende Mehrheit an die Empfehlung gehalten, die gerade bei schönem Wetter stark frequentierten touristischen Hotspots zu meiden.“

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Zur Überwachung des alpinen Geländes durchstreiften Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe die Wanderwege in den Bergen und kontrollierten die Einhaltung der Rechtsverordnung – unter anderem auf den geschlossenen Zustand von Berghütten und Ausflugslokalen. Die Alpinbeamten, die aus der Luft von einem Hubschrauber unterstützt wurden, stellten nur ganz vereinzelt Wanderer fest.

Sonst beliebter Anlaufpunkt, jetzt abgesperrt:Der Wanderparkplatz „Unterer Jenbach“.

Entsprechend leer präsentierten sich die Ausflugsparkplätze, die zum Großteil von den Gemeinden vorsorglich gesperrt worden waren – wie zum Beispiel im Oberen Priental zwischen Aschau und Sachrang Die „OVB-Stichprobe“ am Samerberg am frühen Samstagnachmittag fiel so aus: Verglichen mit dem normalen Betrieb war es sehr, sehr ruhig. An den Parkplätzen, die sonst sehr gut gefüllt sind, fanden sich jeweils gerade mal 15 Autos. Ein gutes Drittel der Nummernschilder stammte von außerhalb des Landkreises. Die wenigen Wanderer waren allein oder zu zweit unterwegs.

Leerer Wanderparkplatz. im Oberen Priental zwischen Aschau und Sachrang. Rehberg

Die „Kontrollgruppe Motorrad“ nahm den Ausflugsverkehr vor allem auf den bei „Bikern“ beliebten Bergstrecken ins Visier. Großes Lob zollte die Polizei den Motorradfahrern, keine einzige Anzeige in der Region stand bis Sonntagnachmittag zu Buche.

Die Situation an Chiem- und Simssee

Sonntagnachmittag am Simssee: Bootfahren ist nach Aussage einer Streifenwagenbesatzung erlaubt, denn es fällt unter Sport. Thomae

Auch die heimischen Gewässer wurden bei den Kontrolltätigkeiten nicht außer Acht gelassen. Die Wasserschutzpolizei Prien überwachte das Ausflugs- und Freizeitverhalten auf dem Chiemsee. Gestern Nachmittag waren zwar die Parkbänke am Seeufer in Prien besetzt, allerdings in einem wohl noch verträglichen Maß.

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Am Simssee zeigte sich zur gleichen Zeit, dass die Polizei bei den Kontrollen mit viel Fingerspitzengefühl vorgeht. Einzelne Leute, die am See saßen, waren für die Beamten kein Grund zur Nachfrage. Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und dann auf einer Bank eine kurze Verschnaufpause einzulegen, gehe in Ordnung. Weiniger einverstanden war die Streifenbesatzung mit einem Paar, das auf der Wiese vor dem See sonnenbadete und dazu auch einen Sonnenschirm mitgebracht hatte. Das sei, so die Meinung der Beamten, schon fast provokativ. Ob für dieses Verhalten ein Bußgeld fällig werde, wollten sie von den Aussagen der „Sonnenanbeter“ abhängig machen.

Sonntagnachmittag am Chiemsee: In Prien waren die Parkbänke solide belegt, zu lange sollte die Rast laut Polizei aber nicht dauern.

Das Positive sehen

Und so manch einer konnte der aktuellen Situation sogar etwas Positives abgewinnen. „Einfach herrlich – Feilnbach gehört wieder den Feilnbachern“, sagten dort Spaziergänger. Nur vereinzelt parkten Tagestouristen außerhalb der gesperrten Flächen. Die Ausnahmen bestätigten damit die Regel. Oder wie es Florian Lotter von der Bergwacht formuliert: „Nicht alle, aber die meisten haben’s begriffen.“

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