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Freisprechungsfeier mit Appell an Absolventinnen und Absolventen

Besondere Ehre für die besten Absolventinnen im Bereich Hauswirtschaft (von links): Ausbildungsberaterinnen Theresia Huber und Barbara Stöckl, Elisabeth Maria Liegl, Barbara Huber, Marlene Schlemer, Lisa Maria Manzinger, Christine Schnell, Elisabeth Hartl, Behördenleiter Wolfgang Hampel.

Schechen/Hochstätt. – „Es ist einer der schönsten Berufe – man muss das einfach machen“, bekannte Stefan Staber, einer von 37 frischgebackenen Landwirtinnen und Landwirten, in seiner Abschlussrede.

Zusammen mit 47 Hauswirtschafterinnen erhielten diese nun bei der Freisprechungsfeier im Gasthaus Kapsner in Hochstätt ihre Abschlusszeugnisse.

Der Leiter des Landwirtschaftsamtes Rosenheim, Wolfgang Hampel, konnte zum Festabend neben vielen Eltern, Ausbildern und Wegbegleitern auch die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer, Kreisbäuerin Ka thi Kern und Kreisobmann Sepp Bodmaier vom Bauernverband begrüßen.

Landrätin Marianne Loferer stellte dar, wie vielfältig die hauswirtschaftliche Ausbildung ist und zählte auf, was die Absolventinnen nun können. Die Liste nahm schier kein Ende. Auch die Landwirtschaft sei sehr wichtig für die Gesellschaft. Landwirte garantierten eine hohe Produktqualität, sie seien Naturfreunde und Tierschützer. „Ich wünsche Euch, dass Ihr Euren Traumberuf gefunden habt“, schloss sie.

Auch Sepp Bodmaier zeigte sich stolz auf den mitgliederstarken Ausbildungsjahrgang. Die Absolventen hätten nun eine umfangreiche Ausbildung hinter sich, das Lernen dürfe jedoch nicht aufhören. Die aktuellen Diskussionen um Stalleinbrüche, den Wolf oder das Volksbegehren seien zwar zuweilen entmutigend, aber er sei froh, dass die jungen Frauen und Männer dennoch keine Angst vor der Zukunft hätten. Er rief dazu auf, sich bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr aufstellen zu lassen, denn „ihr seid die Zukunft, ihr seid authentisch“.

Eine Liste von Trendberufen hatte die Ausbildungsberaterin für Hauswirtschaft, Barbara Stöckl, mitgebracht. Im Lebensmittelbereich gebe es vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten, denn die Menschen müssten eben immer etwas essen.

Zum Berufsabschluss Hauswirtschaft führen mehrere Wege. Wer bereits eine andere Lehre abgeschlossen hat, kann an den Hauswirtschaftsschulen der Landwirtschaftsämter Rosenheim oder Holzkirchen einen einsemestrigen Studiengang besuchen und nach ausreichender Praxiszeit zur Abschlussprüfung antreten. Auch die Volkshochschulen Rosenheim und Wasserburg bieten Vorbereitungslehrgänge an. Wer die hauswirtschaftliche Lehre als erste Ausbildung in drei Jahren durchläuft, tut das in Rosenheim im dualen System, dem Wechsel von Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Hier sind engagierte Betriebsleiter nötig, die die jungen Leute jeweils für ein Jahr bei sich aufnehmen und anleiten. So wurde beim Festabend Barbara Röpfl aus Dettendorf geehrt, die bereits seit 2007 Lehrlinge auf ihrem Hof ausbildet.

Auch im landwirtschaftlichen Bereich gibt es das duale System. Ausbildungsberater Karl Huber berichtete, dass es derzeit im Landkreis Rosenheim 90 Ausbildungsbetriebe gibt. „Diese Zahl hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt“, freute sich Huber. Diese Anzahl sei auch nötig, da ja jedes Jahr zwei Jahrgänge, das zweite und dritte Lehrjahr, auf den Betrieben unterwegs seien, und jeder Jahrgang etwa 40 Lehrlinge umfasse. Die Anmeldungen für Herbst 2019 lägen in diesem Bereich.

Als Höhepunkt des Abends wurden die Abschlusszeugnisse überreicht. Barbara Stöckl konnte eine Abschlussquote von 100 Prozent bekannt geben. Bei den Landwirten müssen hingegen zwei der 39 Prüflinge noch einmal antreten.

In beiden Berufen wurden die besten Absolventen besonders geehrt. Bei den Hauswirtschafterinnen in der dualen Ausbildung waren dies Lisa Maria Manzinger aus Rechtmehring vom Betrieb Elisabeth Herzog in Eiselfing, Elisabeth Hartl aus Halfing vom Betrieb Maria Schausbreitner in Eiselfing und Marlene Schlemer aus Au/Bad Feilnbach vom Betrieb Barbara Maier in Stephanskirchen. Die besten Absolventinnen der Zweitausbildung waren Barbara Huber aus Bad Aibling von der Landwirtschaftsschule Holzkirchen, Christine Schnell aus Eggstätt von der Rosenheimer Landwirtschaftsschule und Elisabeth Maria Liegl aus Söchtenau, ebenfalls von der Holzkirchner Schule.

Bei den Landwirten erreichte Maximilian Kalteis aus Ostermünchen vom Betrieb Georg Lechner in Vogtareuth das beste Ergebnis. Er hatte eine Eins vor dem Komma, ebenso wie Korbinian Eberl vom Betrieb Johann Hamberger in Stephanskirchen, Bernhard Bürgmayr vom Betrieb Richard Zollner in Pfaffing und Rupert Gießibl vom Betrieb Bernhard Maurer in Rohrdorf.

Wolfgang Hampel rief alle Absolventen auf, das lebenslange Lernen nicht zu vergessen. Er freute sich über den überaus großen Besuch der Freisprechungsfeier.

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