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Franz Knarr geht in den „Edelweiß-Ruhestand“

Franz Knarr (Zweiter von links) mit dem neuen Vorstand: (von links) Vorsitzender Josef Müller, Schriftführer Johannes Knarr, David Feuerstein, Thomas Dobner und Jan Wohlers.
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Franz Knarr (Zweiter von links) mit dem neuen Vorstand: (von links) Vorsitzender Josef Müller, Schriftführer Johannes Knarr, David Feuerstein, Thomas Dobner und Jan Wohlers.

Rosenheim – Ein ehrenamtliches Engagement, das seinesgleichen sucht, ein selbstloser Einsatz für Natur und Bergwelt sowie Ausdauer, Mut und Gemeinsinn prägten seine Ära bei der Sektion Rosenheim vom Deutschen Alpenverein (DAV): Nach mehr als 33 Jahren an der Spitze eines des größten DAV-Ortsverbandes in ganz Deutschland hat sich Franz Knarr jetzt in den „Edelweiß-Ruhestand“ verabschiedet.

Ein begeisterterBergsteiger

Schon als Schüler war er ein begeisterter Bergsteiger. Vater und Großvater pflegten enge Beziehungen zum DAV. Jahrzehntealte Fotos von Hochries und Brünnstein zogen ihn in ihren Bann. Die Alpenverein-Gene hatte das Rosenheimer Urgestein im Blut – und gab sie an kommende Genera tionen weiter. „Ich fühlte mich immer wohl und gut aufgehoben in diesen geselligen Kreisen“, sagte Franz Knarr (76).

Im Rosenheimer Stadtteil Westerndorf St. Peter fand im Saal des Gasthofs „Höhensteiger“ eine Kombina tion aus den Mitgliederversammlungen für 2019 und 2020 statt, in deren Rahmen Knarr verabschiedet wurde.

Anfangs hatte er sich acht Jahre lang als Zweiter Vorsitzender eingebracht. In den 1980er-Jahren übernahm er die volle Verantwortung und stand mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze. „Eine grandiose Zeit mit sprichwörtlicher Berg- und Talfahrt“, so seine Bilanz.

Ein Blick auf die Mitgliederzahlen verrät: Es ging stets aufwärts. Mit 2000 Bergfexen war man gestartet, inzwischen bekennen sich mehr als 11 000 Menschen aus Rosenheim und dem Umland zu „ihrer“ DAV-Sektion. Vielfältige Nachwuchsarbeit sowie Programme für alle Altersklassen und Interessen begeistern die Sportler. Das bewiesen die Präsentationen der Referenten. Die millionenschweren Investitionen in Wege, Hütten und Infrastruktur, die Geschäftsstelle mit Leiter Christoph Schnurr und das kompetente Team von Haupt- und Ehrenamtlichen sprechen zudem eine eindeutige Sprache: Der Alpenverein ist bereit für die Zukunft.

Wichtige Themen sind derzeit Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Solaranlagen und Wärmepumpen gehören zum Hütten-Standard. Die Hochriesbahn, an der der DAV beteiligt ist, ist in „trockenen Tüchern“ und technisch fit für die nächsten Dekaden. Im Winter kommen Tourengeher heuer erstmals per Skibus zu ihren Aufstiegspunkten.

Kurzum: Franz Knarr und sein Team hinterlassen einen Verein, der auf gesunden Beinen steht und die besten Voraussetzungen bietet, die Ziele des neuen Vorstands zu erfüllen. Dazu gehören neben einem Wachstum auf bis zu 15 000 Mitglieder der Erhalt von Natur und Alpen sowie umweltfreundlicher Bergsport in vielen Facetten.

Möglich machen möchte dies Josef Müller. Der bisherige Zweite Vorsitzende rückt auf und wird unterstützt von Thomas Dobner als Stellvertreter. Als Schatzmeister fungiert David Feuerstein. Zum Schriftführer wählte die Versammlung Johannes Knarr. Jan Wohlers vertritt weiterhin die Jugend. Im Beirat engagiert sich Franz Knarr junior als Ausbildungsreferent. Das Tourenreferat führt Bernd Kottke an. Heidi Hell kümmert sich neu um den Seniorenbeirat, Robert Jahn weiter um das Naturschutzreferat. Erwin Resch bleibt Hüttenwart am Brünnstein und erhält Unterstützung von Thomas Glarcher und Radu Sandbrand an der Hochries. Als Wegewarte sind Christian Berghofer beziehungsweise Robert Brenninger tätig. Manfred Mauler bleibt Sportkletterreferent und Björn Freitag Familienbeirat. Franz Knarr ist neuer Pressereferent. Revisoren bleiben Matthias Heiß und Christoph Willenbrink.

Elisabeth hielt ihrem Mann den Rücken frei

Als neue Ehrenmitglieder bleiben Franz und Elisabeth Knarr – sie hielt ihrem Mann den Rücken frei und motivierte ihn auch bei Zweifeln zum Weitermachen – dem Verein verbunden. Entsprechend groß war ihre Freude über Urkunden, Blumen, Präsent und Stehbeifall. Rosenheims ehemalige Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zollte per Video-Botschaft ebenso ihren Respekt wie zahlreiche Weggefährten. Als „Wanderer und Mountainbiker“ moderierten Gerd Ritthammer und Johannes Knarr die lange Liste der Gratulanten.

Ausgeschieden aus der Führungsriege sind Thomas Kogler, der 20 Jahre Ausbildungsreferent und zeitweise Zweiter Vorsitzender war, Seniorenbeirat Jörg Pappenberger, Sebastian Fehr, Wegereferent an der Hochries, sowie Brünnsteinhütten-Referent Georg Kurz.Martin Aerzbäck

Neue Ehrenmitglieder: Franz Knarr (rechts) und seine Frau Elisabeth nehmen vom neuen Vorsitzenden Josef Müller die Urkunden entgegen. Thomae

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