Bisher größter Aufgriff der Bundespolizei

105 Flüchtlinge aus Nachtzug geholt

Rosenheim - Der Bundespolizei ist am Mittwoch der bisher größte Aufgriff von illegal eingreisten Personen am Rosenheimer Bahnhof gelungen. 105 Flüchtlinge ohne die für eine Einreise erforderlichen Papiere haben Grenzfahnder im Fernreisezug festgestellt, der von Verona nach München fährt.

Die Menschen wurden in Gewahrsam genommen und in einer Sporthalle behelfsmäßig untergebracht. Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge handelt es sich um 71 Syrer, 15 Iraker, 15 Eritreer, drei Somalier und einen Äthiopier. Mit Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes konnte ihre Versorgung sichergestellt werden.

Eigenen Angaben zufolge waren die Personen, darunter viele Familien mit Kindern, auf dem Seeweg nach Italien gebracht worden. Der Preis für eine Schleusung habe pro Person im vierstelligen Bereich gelegen. Die Geschleusten mussten laut einzelner Schilderungen auf dem offenen Meer mehrfach die Boote wechseln. Während der mehrtägigen Überfahrt von Afrika nach Europa hätten sie weder Essen noch Getränke bekommen. Die Bundespolizei geht von Schleusung aus.

Die Aufgegriffenen wurden in Aufnahmestellen für Flüchtlinge gebracht. re

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