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GEPLANTES PRÄVENTIONSANGEBOT

Flintsbach kümmert sich um pflegende Angehörige

Das Projekt zur Gesundherhaltung unterstützen (von links) Bürgermeister Stefan Lederwascher, Eva Faltner, Geschäftsführerin des CSW, Dr. Friederike Link, Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin der TH Rosenheim, Prof. Dr. Katharina Lüftl, Wissenschaftliche Projektleitung, Gesundheitspsychologin Katharina Unsin und Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim.
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Das Projekt zur Gesundherhaltung unterstützen (von links) Bürgermeister Stefan Lederwascher, Eva Faltner, Geschäftsführerin des CSW, Dr. Friederike Link, Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin der TH Rosenheim, Prof. Dr. Katharina Lüftl, Wissenschaftliche Projektleitung, Gesundheitspsychologin Katharina Unsin und Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim.

Drei Viertel aller Pflegebedürftigen in Bayern werden zu Hause von ihren Angehörigen versorgt. Damit diese trotz ihrer hohen Belastung gesund bleiben, hat die Gemeinde Flintsbach gemeinsam mit dem Christlichen Sozialwerk (CSW) und in Kooperation mit der TH Rosenheim ein Konzept für ein Präventionsprojekt entwickelt.

Flintsbach/Rosenheim – Die gesetzlichen Krankenkassen in Bayern und die gesetzliche Unfallversicherung fördern das Projekt mit rund 77.300 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr.

Zunächst werden die Problemlagen und Herausforderungen im Alltag bei pflegenden Angehörigen der Region erhoben. Ziel dabei ist es, Angebote in Flintsbach und Umgebung zu formulieren, die pflegende Angehörige in ihrer Gesunderhaltung unterstützen.

„In Flintsbach verfügen wir über eine große Fachkompetenz für dieses extrem wichtige Thema“, ist Bürgermeister Stefan Lederwascher sicher, der auch der Vorsitzende des CSW und des Mehrgenerationenhauses ist. Experten im Bereich Pflege, Senioren und Gesundheitsförderung sind in Flintsbach zu Hause und beteiligen sich an dem Projekt. Mit dem Mehrgenerationenhaus habe man eine Institution mit an Bord, die über die Ortsgrenzen bekannt sei und ein ganz breites Angebot für Senioren und Pflegebedürftige biete. Kaum eine andere Einrichtung sei so stark mit dem Ort verwurzelt und habe einen so großen Rückhalt bei den vielen Mitgliedern und Bürgern.

Drei Viertel werden zu Hause gepflegt

Koordiniert wird das Projekt von der Geschäftsführerin des CSW Evi Faltner, außerdem findet es Unterstützung durch die Flintsbacher Seniorenbeauftragten, einer im Pflegeumfeld engagierten Hausarztpraxis und der Vorsitzenden von pro Senioren Rosenheim.

Pflege findet überwiegend im häuslichen Umfeld statt: Laut Statistischem Bundesamt werden in Bayern 77 Prozent aller Pflegebedürftigen und damit rund 380.000 Menschen von ihren Angehörigen gepflegt. Dabei sind diese massiven psychischen und anderen Belastungen ausgesetzt, wie verschiedene Untersuchungen zeigen. Ein gutes Drittel der Pflegenden leidet unter Schlafmangel, bei einem Viertel leiden die sozialen Beziehungen, jeder fünfte pflegende Angehörige hat Zukunfts- und Existenzängste. Selbst elementare Bedürfnisse wie eine ausgewogene Ernährung kommen bei vielen Pflegenden zu kurz. Gleichzeitig haben sie ein erhöhtes Armutsrisiko. Betroffen sind vor allem Frauen, da sie in den meisten Fällen die Pflegetätigkeit übernehmen und damit häufig nur eingeschränkt einer eigenen Erwerbstätigkeit nachgehen können.

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Mit dem Ziel, die gesundheitliche Chancengleichheit in Bayern zu verbessern, werden über die Landesrahmenvereinbarung Prävention trägerübergreifende Projekte zur Prävention und Gesundheitsförderung für sozial benachteiligte, vulnerable Zielgruppen gefördert.

Die Landesrahmenvereinbarung Prävention in Bayern wird vom Freistaat, der Gesetzlichen Krankenversicherung, der Deutschen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und dem Bayerischen Städtetag getragen.

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