Mutmaßlicher Schleuser festgenommen

16 000 Euro für Schleusung gezahlt

Irschenberg/Rosenheim - Kurz nach der Anschlussstelle Irschenberg zogen Fahnder der Bundespolizei auf der A8 ein voll besetztes Auto aus dem Verkehr. Im Wagen befanden sich sechs Personen, darunter ein Kleinkind. Der türkische Fahrzeugführer wies sich den Beamten gegenüber mit italienischen Aufenthaltspapieren aus. Seine Landsleute im Auto hatten weder Pässe noch Visa für Deutschland.

Ersten Ermittlungen der Bundespolizei in Rosenheim zufolge war diese Fahrt von Italien nach Deutschland die letzte Etappe einer organisierten Schleusung aus der Türkei. Der 37-jährige Fahrer hatte für seine kriminellen Dienste ab Italien 1000 Euro veranschlagt. Nach Angaben der Geschleusten kostete die illegale Reise aus der Türkei insgesamt 16 000 Euro.

Bereits einen Tag später wurde der mutmaßliche Schleuser beim Amtsgericht in München vorgeführt. Der Richter ordnete die Untersuchungshaft an. Einer seiner unerlaubt eingereisten Begleiter musste das Land gleich wieder verlassen. Der 28-Jährige hatte erklärt, in Deutschland lediglich sein Einkommen aufbessern zu wollen. Zwei weitere Männer im Alter von 23 und 29 Jahren sowie die 23-jährige Frau und ihr einjähriges Kind wurden nach Angaben der Bundespolizei in eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge gebracht. re

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